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PA-Märkte vor dem Umbruch? European Nylon Symposium 2014

Weltweite werden laut Marktforschungs- und Beratungsunternehmen PCI Nylon die Produktionskapazitäten für Polyamid (PA) massiv ausgebaut - und das werde sich 2014 fortsetzen.

Diese fast ausnahmslos in China realisierten neuen Kapazitäten zwingen Unternehmen in den übrigen Industrienationen, ihre bisherigen Pläne zu überdenken und Alternativen zu erwägen. In den letzten zehn Jahren haben demnach die europäischen Produzenten von Polyamiden und der dafür benötigten Zwischenprodukte erhebliche Anteile ihrer Produktionsmengen nach Asien verkaufen, vorrangig nach China. Mit China auf dem Weg zum Selbsterzeuger, müssen die europäischen Erzeuger für ihre bisherigen, kontinuierlich gestiegenen Exportmengen nach Alternativen auf den heimischen Märkten suchen. Überkapazitäten und ein damit einhergehender erheblich verschärfter Wettbewerb seien die Folgen.

Vor diesem Hintergrund veranstaltet das PCI Nylon am 26. und 27. Februar 2014 in Frankfurt am Main das "European Nylon Symposium 2014". Im Fokus der Veranstaltung sollen Informationen zu zentralen Themen und Fragen stehen wie: Wird China tatsächlich zum Selbstversorger? Falls ja, wann? Welche Folgen kann dies für die Kapazitäten in der Polyamid-Prozesskette in Europa haben? Ist die sich momentan abzeichnende Situation haltbar? Falls nicht, was folgt als nächstes?

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Einerseits könnten die Polyamid-Anwender aus der aktuellen Marktsituation Preis-Vorteile ziehen. Die Folge von Überkapazitäten ist jedoch meist ein harter Wettbewerb der Hersteller um Marktanteile ¿ und fast zwangsläufig ein Wert- und damit Preisverfall in der Zulieferkette für PA-Zwischenprodukte. Beispielsweise sei der Preis für PA6 in Europa aktuell in etwa auf das Niveau von 2006 bis 2007 gesunken, die Basis für die Preiskalkulation habe sich jedoch deutlich verändert: 2006 betrug der auf das Rohöl entfallende Anteil rund 18 Prozent (Ölpreis 61 USD pro Barrel), heute ist dieser Anteil bei einem Ölpreis von 108 USD pro Barrel auf gut 28 Prozent des Polyamid-Preises gestiegen. Für einige der in der Prozesskette benötigten Zwischenprodukte konnte diese Preissteigerung weitergegeben werden, bei anderen nicht. Eine gravierende Einbuße bei den Margen haben in Europa besonders die Hersteller von Caprolactam, das als Monomer für die Herstellung von PA6 benötigt wird, hinnehmen müssen. Nach einem Rekordwert im Jahr 2011 sei der Preis nun auf dem Niveau der Produktionskosten angelangt - oder sogar darunter. Mit diesem Einbruch in der Wirtschaftlichkeit und zusätzlich noch der Aussicht auf rückläufige Exporte nach Asien befinden sich die europäischen Caprolactam-Hersteller in einer prekären Situation.

Das European Nylon Symposium 2014 soll alle relevanten Aspekte und Marktdaten entlang der gesamten Polyamid-Prozesskette, von der Petrochemie über die im Produktentstehungsprozess benötigten Zwischenprodukte bis zu Endanwendungen wie technische Kunststoffe, Fasern für technische Anwendungen sowie Teppich- und Textilfasern behandeln. Das komplette Programm der Veranstaltung ist unter http://www.pcinylon.com verfügbar.

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