Internationaler Kunststoffmarkt

Entwicklungschancen der europäischen Fluorpolymer-Industrie

In der Sitzung der Fachgruppe Fluoropolymergroup des Pro-K Industrieverbandes Halbzeuge und Konsumprodukte aus Kunststoff stand die Marktsituation an Fluorpolymeren mit Schwerpunkt PTFE im Vordergrund. Nach Meinung der Teilnehmer zeichnen sich neue Chancen, aber auch Herausforderungen für die Branche ab.

Erwarten schwierige Marktverhältnisse, aber auch neue Chancen: Mitglieder der Fachgruppe Fluoropolymere. (Bild: Pro.-K)

Ein turbulenter Jahresbeginn 2017 liege hinter der fluorpolymerverarbeitenden Industrie. Während das Jahr 2016 von einer stabilen Versorgungslage bei Polymeren, aber auch zunehmenden Wettbewerbsdruck durch Billigangebote aus China gekennzeichnet war, müssen sich die Verarbeiter nach ersten Einschätzungen der Fachgruppe auch im weiteren Jahresverlauf auf zusätzliche Veränderungen einstellen. Besondere wegen der Einführung des Kältemittels R-1234 yf  als Ersatz und Erweiterung bisheriger R-134a-Anwendungen habe sich am Markt ein neuer Wettbewerb um die Ressource Flussspat eingestellt. Dieses moderne Kältemittel, das besonders in den Klimaanlagen von Kraftfahrzeugen eingesetzt wird, zeichne sich durch ein deutlich niedrigeres Ozonabbaupotenzial aus. Für bisherige Billigstanbieter am PTFE-Markt werde deshalb der Rohstoff knapp.

Erwartet wird zudem, dass sich bei den westlichen Fluorpolymerherstellern die Auslastung ggf. bis zur Kapazitätsgrenze erhöht, da besonders asiatische Produktionsstätten geschlossen wurden, die den hiesigen Umweltstandards nicht entsprachen. „Die westlichen Hersteller gewinnen wieder an Bedeutung und sorgen als zuverlässige Rohstofflieferanten für eine sichere Versorgungslage. Die zunehmende Verschiebung eröffnet westlichen Verarbeitern die Chance, sich aus Abhängigkeiten von China und Co. nach und nach zu lösen und damit gleichzeitig die Qualität ihrer Produkte zu steigern“, betont Michael Schlipf, Vorsitzender der Pro-K Fluoropolymergroup.

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