Messen Z und Intec

Der Osten ruft

Messedoppel Z und Intec bringen Interessantes für die K-Branche. Traditionell konzentrieren sich die Blicke der Fachöffentlichkeit in der Kunststoff-Branche vor allem auf die jährlichen Großereignisse Fakuma oder, wie in diesem Jahr, die K.

Die Messe Z bietet jährlich ein breites Spektrum an industriellen Zulieferleistungen, auch aus und für die Kunststoffbranche. (Bild: Leipziger Messe, Uwe Frauendorf)

Daneben existieren jedoch eine Reihe weiterer Veranstaltungen, die mit Ausstellungsspektren und Besucherstrukturen interessante Ergänzungen bilden können. So legt das Messedoppel Z und Intec auf dem Leipziger Messegelände seit Jahren beständig zu.

Die Leipziger Messegesellschaft plant für die 2017er Ausgabe der Zuliefermesse „Z“ (7. bis 10. März 2017) mehr als 10.000 Quadratmeter Brutto-Ausstellungsfläche. Damit, und mit voraussichtlich etwa 380 Ausstellern (379 in 2015), gehört sie zu den wichtigsten Messen der Zulieferindustrie in dem Jahr. Noch deutlich größer wird zeitgleich stattfindende Intec mit etwa 55.000 Quadratmeter und Ausstellungsfläche, mehr als 1000 Ausstellern (1054 in 2015) und einem breiten Spektrum an Themen der Fertigungs- und Automatisierungstechnologien. Mit mehr als einem Drittel ausländischer Aussteller haben es die Leipziger Veranstalter geschafft, der Z eine bemerkenswerte internationale Bedeutung zu verschaffen. Die Kombination der beiden Fachmessen Z und Intec ermöglicht es, innovative Zulieferangebote und industrielle Dienstleistungen und ebenso innovativer Maschinen- und Anlagentechnik direkt nebeneinander zu zeigen. Dieses Konzept scheint aufzugehen: Die Veranstalter melden seit Jahren wachsende Aussteller- und Besucherzahlen. Wie Aussteller die Messe nutzen, hat die Redaktion bei einem der „erfahrenen“ Aussteller erkundet.

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Interview: Als Aussteller zur Z
Frau Viertel, an welchen Messen und weiteren Publikumsveranstaltungen nimmt Ihr Unternehmen, die Hugo Stiehl Kunststoffverarbeitung teil?
Katrin Viertel: Das ist sehr überschaubar und folgt einem erprobten Konzept. Zum einen nutzen wir eine regionale Veranstaltung, nämlich die Kooperationsbörse Erzgebirge sowie ebenfalls regional orientierte Ausbildungsmessen. Außerdem gehen wir zur K nach Düsseldorf und dann natürlich zu jeder Ausgabe der Z nach Leipzig.

Von der Produkteentwicklung über den Formenbau bis zum Spritzguss wird KSK Leistungen während der Z präsentieren. (Bild: HSK)

Sie stellen bereits seit 2002 auf der Z in Leipzig aus. Was macht diese Messe bzw. das Messedoppel Z / Intec – außer der räumlichen Nähe zum Stammsitz – für Ihr Unternehmen interessant?
Katrin Viertel: Einerseits ist das die Bedeutung der Messe für die Region Mitteldeutschland aber auch weit darüber hinaus. Andererseits ist das vor der Struktur her eine Messe, die auf Unternehmen wie uns zugeschnitten ist, auf der wir uns tatsächlich als Produzent wiederfinden. Hier können wir den Bekanntheitsgrad der Hugo Stiehl Kunststoffverarbeitung erhöhen.

Gab es in den letzten Jahren messbare Vertriebserfolge auf der Messe?
Jens Süß: Ja, die gab und gibt es. Wir haben hier bzw. in der Nachbearbeitung unserer Messekontakte tatsächlich neue Kunden gewonnen. Und darunter sind Kunden, die inzwischen zum Kundenstamm gehören, mit denen regelmäßig Projekte erarbeitet und Umsätze erzielt werden. Wir haben auf der Z zudem natürlich auch vorhandene Kundenbeziehungen gepflegt und intensiviert.

Von der Produkteentwicklung über den Formenbau bis zum Spritzguss wird KSK Leistungen während der Z präsentieren. (Bild: HSK)

Wie hat sich Ihrer Einschätzung nach über die nun fast fünfzehnjährige Dauer Ihrer Messeteilnahme das Messedoppel Z und Intec entwickelt?
Katrin Viertel: In den letzten Jahren wurde das Messeduo meinem Eindruck nach deutlich besser beworben. Das zeigt sich ja auch in der stetigen Zunahme der Besucherzahlen – einschließlich einem außerordentlich hohen internationalen Besucheranteil.

Auf welche Besucherstruktur treffen Sie heute auf der Z?
Jens Süß: Der Großteil sind die für uns wichtigen Fachbesucher. Dazu gesellt sich eine steigende Zahl von Schülern, Azubis und Studenten aus der der Region. Auch das ist nicht zu vernachlässigen im Sinne der Mitarbeitergewinnung.

Besuch am Messetand der Hugo Stiehl Kunststofftechnik mit Katrin Viertel und Jens Süß (2.v.l.). (Bild: Landratsamt Erzgebirgskreis, Oliver Reinhardt)

Mit welchen Produkten werden Sie zur nächsten Z im März 2017 antreten?
Jens Süß: Natürlich mit unserem gesamten Programm. Das sind Dienstleistungen im Umfeld der Produktentwicklung, Werkzeugentwicklung und –bau sowie unsere Spritzgießtechnologie. Außerdem stellen wir unsere Kooperationsleistungen mit Forschungspartnern vor.

Katrin Viertel ist Geschäftsführerin der Hugo Stiehl GmbH im sächsischen Crottendorf, Jens Süß arbeitet hier im Projektmanagement.

Das Unternehmen entwickelt Bauteile und Komponenten, produziert im Ein- und Mehrkomponenten-Spritzguss und Rotomoulding für verschiedene Branchen, unter anderem die Automobilindustrie. Der eigene Formenbau ergänzt die Prozesskette von der Entwicklung bis zur qualitätsgesicherten Produktion. http://www.hugostiehl.de


Branchenübergreifende Zulieferleistungen sind ein Trend in der Zulieferbranche. (Bild: Leipziger Messe, Uwe Frauendorf)

Im zweijährlichen Rhythmus finden die Messen Z und Intec parallel auf dem Messegelände Leipzig statt. Mit einer Eintrittskarte können beiden Messen besucht werden. Bei Online-Buchung, kostet die Tageskarte 16 Euro, die Dauerkarte 28 Euro. Außerdem gelten die Tickets als Fahrschein für die An- und Abreise per Öffentlichem Nahverkehr in einem weiten Umkreis.

Ein die Messen ergänzendes Fachprogramm zur Z und Intec bietet beispielsweise Business-Meetings (8. März), die die Suche nach Geschäftspartnern unterstützten sollen. Beim Studententag (10. März) sollen angehende Ingenieure die Gelegenheit haben, mit potenziellen Arbeitergebern ins Gespräch zu kommen.

Informationen zur Z 2017: www.zuliefermesse.de

Informationen zur Intec: www.messe-intec.de

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