Kunststoff-Forschung

Supramolekulare Polymere – künftige Supertalente

Die chemische Materialforschung ist noch nicht an ihre Grenzen gelangt. Davon profitieren beispielsweise Energieforschung, Elektronik und Biomedizin. Sie bieten ein weites Forschungsfeld zur Anwendung supramolekularer Polymere. Polymerwissenschaftler aus Europa wollen am 1. Dezember in Essen ihre jüngsten Erkenntnisse dazu austauschen. Das Minisymposium „Supramolecular Polymers“ wird organisiert von den Vorsitzenden der Fachgruppe Makromolekulare Chemie der Gesellschaft Deutscher Chemiker (GDC).

„Auch wenn Anwendungsbereiche der supramolekularen Polymere immer im Blick bleiben, präsentiert wird in Essen Grundlagenforschung vom Feinsten“, so die Organisatoren. Ein Beispiel sei die Forschung an Materialien, die erwünschte Eigenschaften bekannter höchstentwickelter Polymermaterialien, also von Highchem-Kunststoffen, aufweisen, aber beim Erhitzen schmelzen und Fließeigenschaften wie normale Flüssigkeiten haben. Beim Abkühlen wandeln sie sich wieder in den Ausgangskunststoff um. Möglich machen das schwache chemische Bindungen zwischen den Polymerstrukturen, die beim Erhitzen aufgebrochen werden und sich beim Abkühlen wieder schließen. Interessant sind die supramolekularen Polymere aber auch für die Medizin, für die Nanoverkapselung von Wirkstoffen beispielsweise, oder für Membranen, die etwa zur Reinigung von Wasser eingesetzt werden. Bei diesen Anwendungen spielt es eine wichtige Rolle, dass die Oberflächen der supramolekularen Polymere leicht in ihren Eigenschaften variiert werden können.

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Trotz des gemeinsamen Arbeitsgebiets verfolgen die in Essen vortragenden Wissenschaftler unterschiedliche Forschungsziele und arbeiten mit unterschiedlichen Materialien. Die Organisatoren sind sich sicher, dass das gegenseitige Interesse an den vorgestellten Arbeiten zu einer konstruktiven, weiterführenden Diskussion unter den Wissenschaftlern führen wird. Die Vortragenden kommen aus universitären und außeruniversitären Forschungsinstituten in Zürich, Paris, Dresden, Essen, Groningen, Malmö, Ulm und Jena.

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