Mittelstand investiert in China

Technical Plastic Systems (TPS) und Härter gehen gemeinsam nach China

Diese automatisierte Produktionsanlage dient zur Herstellung von ABS-Steuergehäusen. Hier wird eine Vielzahl von Stanzteilen automatisch bereitgestellt und in das Spritzgießwerkzeug eingelegt. Nach Umspritzung werden die Produkte diversen Funktionsprüfungen unterzogen. Die Anlage wurde am Standort Wackersdorf konzipiert und läuft ab 2014 in der Produktion bei Härter TPS Technologies Limited

Die Automobilzulieferer Technical Plastic Systems GmbH (TPS) aus Wackersdorf und die Härter-Gruppe in Königsbach-Stein bei Pforzheim bündeln künftig ihre Asienaktivitäten in einem Gemeinschaftsunternehmen: Härter TPS Technologies Limited wird das Joint Venture der beiden Unternehmen im chinesischen Dongguan heißen.

Die entsprechenden Verträge wurden laut Unternehmen Anfang Dezember unterzeichnet. Die Härter Asia Dongguan Ltd. werde 2013 mit 110 Mitarbeitern rund 13 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften. Das Unternehmen ist auf die Produktion hochwertiger Stanz- und Hybridteile spezialisiert. TPS hat die Hälfte der Anteile an Härter Asien übernommen. Die Transaktion steht noch unter dem Vorbehalt der Zustimmung durch die zuständigen Behörden.

"Mit diesem Joint Venture bauen wir unseren internationalen Produktionsverbund weiter aus", sagt Erhard Krauß, Geschäftsführer und CEO der TPS Group. Mit unseren Werken in Deutschland, Tschechien, Mexiko und jetzt China sind wir auf drei Kontinenten präsent." Martin Härter, Geschäftsführender Gesellschafter und CEO der Härter-Gruppe: "Für mittelständische Unternehmen wie die TPS Group und Härter sind strategische Allianzen eine gute Option, um die von Märkten und Kunden geforderte weltweite Präsenz aufzubauen. Außerdem können in unserem speziellen Fall beide Partner von dem Know-how des jeweils anderen profitieren. Die Härter-Gruppe versteht sich als Experte im Stanzen und Umspritzen von Metall, die TPS Group hat ihren Schwerpunkt im Kunststoffbereich."

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Die TPS Group erweitert mit dem Gemeinschaftsunternehmen ihr Portfolio an Produktionsverfahren um das Stanzen. TPS hat sich spezialisiert auf die Produktion von Kunststoffteilen im Spritzgießverfahren und Hybridbauteilen, bei denen Kunststoff mit Metallteilen, Elektronikbaugruppen und weiteren Materialien wie Sensor- oder leitenden Folien kombiniert werden. Das Unternehmen beliefert nach eigenen Angaben überwiegend die Automobilindustrie. Mehr als 800 Mitarbeiter weltweit werden demnach im laufenden Jahr rund 130 Millionen Euro Umsatz erwirtschaften. Härter entwickelt und produziert mit 1500 Mitarbeitern an Standorten in Deutschland, Polen, USA und China Stanzwerkzeuge, komplexe Stanzteile, Spritzgießteile und Baugruppen. Das Unternehmen hat weltweit Kunden in den Branchen Automotive, Elektronik, Hausgeräte und Gebäudetechnik sowie Medizintechnik. Für 2013 rechnet Härter etwa 220 Millionen Euro Umsatz.

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