Neuer Standort in St. Marien

Annina Schopen,

Viel Betrieb an der neuen Erema-Produktionsstätte

Vor knapp einem Jahr begann die Erema-Gruppe das im Januar 2021 als Standortreserve übernommene Firmenareal von Gruber & Kaja in St. Marien für die eigenen Bedürfnisse zu adaptieren. Mittlerweile herrscht dort reger Betrieb.

(V.l.n.r.) Bürgermeister Walter Lazelsberger, Erema Managing Director Michael Heitzinger, Umac Managing Director Markus Stölnberger, Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner, Erema Managing Director Markus Huber-Lindinger und Erema Group CEO Manfred Hackl am neuen Standort in St. Marien. © Erema

„Als dieses Areal zum Verkauf stand, haben wir innerhalb weniger Tage entschieden, die 40 000 Quadratmeter Fläche samt Hallenbestand im Ausmaß von 15 000 Quadratmetern zu erwerben“, erzählt Manfred Hackl, CEO der Erema Group. Rund 20 Millionen Euro wurden in den Ankauf investiert, bot das Gelände doch die Möglichkeit, in unmittelbarer Nähe des Firmensitzes in Ansfelden die Produktionskapazitäten um 60 Prozent zu erhöhen.

Dass dieser Standort nun bereits so intensiv genutzt wird, sei damals noch gar nicht absehbar gewesen, denn man sei Ende 2020 gerade erst dabei gewesen, die Erweiterung der Firmenzentrale in Ansfelden abzuschließen, in die rund 17 Millionen Euro investiert wurden. 20 neue Arbeitsplätze wurden dadurch schon geschaffen, weitere 30 sollen in den nächsten Monaten folgen. Im Endausbau sollen es in Summe bis zu 150 neue Jobs sein.

Hohe Nachfrage nach Kunststoffrecycling-Technologien

Zu verdanken sei diese Entwicklung der hohen Nachfrage nach den Kunststoffrecycling-Technologien des Unternehmens sowie dem Trend zu immer größeren Recyclinganlagen. „Erst im Dezember haben wir eine Vacurema-Maschine nach Brasilien geliefert, die bis zu 40 000 Jahrestonnen recyceltes PET (rPET) produzieren wird. Das entspricht dem Recycling von rund 1,1 Milliarden Stück 1,5-Liter-PET-Flaschen, die sich so im Kreislauf führen lassen. Für solche Baugrößen finden wir hier die perfekten Bedingungen vor“, so Hackl.

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Im Januar begann die Erema-Gruppe das als Standortreserve übernommene Firmenareal in St. Marien für die eigenen Bedürfnisse zu adaptieren. Mittlerweile herrscht dort reger Betrieb. © Erema

Seit Januar 2021 wurde in der Kunststoffstraße 1, wie die Standortadresse nun lautet, ein Teil der bestehenden Büro- und Hallenflächen von Firmen und Abteilungen der Erema-Gruppe bezogen. Die Firma Umac, ein auf Instandsetzung und Handel mit gebrauchten Recyclingmaschinen spezialisiertes Tochterunternehmen, das am bestehenden Standort in der Steiermark unter Platznot litt, übersiedelte mit der gesamten Produktion und Verwaltung nach St. Marien. Sowohl für Umac als auch für Erema wurden weitläufige Hallen-Lagerflächen adaptiert.

Von Ansfelden nach St. Marien übersiedelt wurde auch die Lackiererei und eine weitere Halle wurde für den Bau von Vacurema-Großanlagen – das sind Anlagen, mit denen weltweit PET-Flaschen recycelt werden - ausgestattet. Die Produktion in dieser Halle wird nun schrittweise hochgefahren.

Mittelfristig in St. Marien nicht benötigte Räumlichkeiten werden vermietet, gab das Unternehmen weiter bekannt. Ein branchennahes Unternehmen sei bereits eingezogen, weitere 300 Quadratmeter Bürofläche seien derzeit noch verfügbar.

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