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Pallmann und GMN gründen Joint-Venture für das Reifen-Recycling

Zwei der großen Unternehmen haben sich zusammen getan, um das Recycling von Autoreifen auf eine neue Basis zu stellen: Die deutsche Pallmann-Gruppe, einer der weltweit größten Entwickler und Hersteller innovativer Zerkleinerungstechniken, und die spanische GMN, seit Jahren erfolgreicher Reifen-Recycler, sind eine feste Partnerschaft eingegangen. Ziele sind Entwicklung, Bau und Vertrieb kompletter Anlagen zur Zerkleinerung und Aufbereitung von Fahrzeugreifen.

Seit 2004 liefert die Pallmann Gruppe Zerkleinerungsanlagen an den spanischen Aufbereitungsspezialisten für Autoreifen, die GMN. Gemeinsam wurden Verfahren und Technologien verfeinert, um die Kosten pro Tonne, Qualität der Endprodukte und die Durchsatzmengen zu optimieren.

Die Anlagenkomponenten laufen bei GMN im harten Praxisbetrieb und beweisen dort ihre Leistungsfähigkeit und Zuverlässigkeit. Aus gebrauchten Pkw- und Lkw-Reifen werden die Fraktionen Gummi, Stahl und Textilien sortenrein extrahiert. Sie lassen sich für die sofortige Weiterverarbeitung in verschiedenen Anwendungen profitabel vermarkten.

Vor dem Hintergrund der umfassenden Erfahrungen bei Bau, Optimierung und Betrieb der Anlage kooperieren GMN und Pallmann sehr eng und treten unter dem Namen Ecotrec am Markt an. E-cotrec bietet weltweit komplette Anlagen mit allen Modulen für das Recycling von Pkw- und Lkw-Reifen an. Dazu gehören Shredder (Module Lion und Tiger) Granulatoren (Modul Panther), Separatoren (Modul Eco-Sep) und die gesamten Förder- sowie Steuerungstechnik inklusive entsprechendem Know-how. Schwerpunkte werden zunächst Europa und Nordamerika sein.

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Neue Anwendungen schaffen

Reifen, die nicht direkt in die Runderneuerung gingen, wurden bisher typischerweise grob zerkleinert und anschließend in der Industrie verbrannt, beispielsweise in Zementwerken. Die damit erzielten Margen sind jedoch nicht attraktiv. Mit Ecotrec-Systemen dagegen sollen wertvolle Rohstoffe entstehen, die zu interessanten Preisen verkauft werden können: Für den reinen Stahl gibt es einen breiten Markt. Die hochwertige, reine Gummifraktion lässt sich in unterschiedlicher Korngröße produzieren. Das Granulat ist einfach weiter zu verarbeiten und kann dementsprechend zu attraktiven Konditionen direkt an Reifenhersteller oder Produzenten anderer Produkte verkauft werden. Weitere Anwendungen wie der Einsatz von Gummigranulaten als Zuschlagstoff in Asphaltmischungen bieten wirtschaftlich und technisch hochinteressante Vertriebsmöglichkeiten.

"Modernste Technologie, entstanden in der Entwicklungspartnerschaft zwischen Pallmann und GMN eröffnet neue Marktchancen", sagt Carlos Gomez, Leiter der Pallmann Niederlassung in Spanien. "Statt Altreifen zu verbrennen, werden die darin steckenden wertvollen Rohstoffe erschlossen - und lassen sich gewinnbringend verkaufen. Mit weiter zunehmenden Rohstoffkosten auf den Weltmärkten wird das noch wirtschaftlicher, als es schon heute ist."

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