Geschäftsjahr 2021

Daniel Schilling,

Pilz: Rekordjahr trotz Pandemie und Cyber-Angriff

Rekordjahr für Pilz: Die Unternehmensgruppe erzielte 2021 ein Umsatzplus von knapp 22 Prozent und übertrifft damit das Umsatzniveau des Vorkrisenjahres 2018. Auch für 2022 ist Wachstum geplant, unter anderem mit mehr Mitarbeitern und neuer Business-Unit für die Bahntechnik.

Die Pilz-Gruppe hat 2021 einen neuen Umsatzrekord von 348,4 Millionen Euro erreicht. © Pilz

Der Experte für sichere Automation verzeichnet einen Umsatz von 348,4 Millionen Euro, ein Umsatzplus von 21,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit übertrifft das Familienunternehmen nach weltweiter Wirtschaftskrise, Cyber-Angriff, Coronapandemie und trotz anhaltender Lieferengpässe das Umsatzniveau des Vorkrisenjahres 2018 und befindet sich wieder auf Wachstumskurs. Trotz der vor allem seit Sommer spürbaren Lieferengpässe bei Material und Frachtkapazitäten konnte Pilz die Versorgung aller Produktionsstandorte mit Bauteilen sichern und mit 2,4 Millionen Geräten so viel produzieren wie nie zuvor.

„Die letzten Jahre haben es uns nicht leicht gemacht und alle Pilzler weltweit jeden Tag neu gefordert. Das Ergebnis für 2021 ist eine Bestätigung, dass sich unsere Mühen lohnen. Wir haben gemeinsam Kurs gehalten. Dafür sind mein Bruder und ich sehr dankbar“, erklärt Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin. „Pilz ist nicht nur krisenerprobt, sondern geht auch gestärkt aus dieser Zeit hervor. Das haben wir der Unermüdlichkeit, Flexibilität und vor allem Innovationskraft unserer Mitarbeiter zu verdanken.“

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Mehr Mitarbeiter für 2022 geplant

Die Mitarbeiterzahl weltweit ist mit 2.335 (zum 31.12.2021) gegenüber 2.366 im Vorjahr um 1,3 Prozent gesunken. Auch in Deutschland ist die Mitarbeiterzahl nur leicht zurückgegangen: Von 1.012 im Jahr 2020 auf 993 im Jahr 2021 (-1,9 Prozent). Betriebsbedingte Kündigungen im Zuge der weltweiten Wirtschaftskrise konnten vermieden werden. Für 2022 strebt das Familienunternehmen an, wieder zusätzliche Mitarbeiter einzustellen. An der unternehmenseigenen Ausbildung hält Pilz weiter fest: 14 Auszubildende sind am Stammsitz 2021 neu gestartet, darunter auch sechs Studierende der Dualen Hochschule Baden-Württemberg.

Pilz betreibt weiterhin umfangreiche und intensive Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten. Im diesem Bereich arbeiteten zum Jahresende weltweit knapp 21 Prozent der Gesamtbelegschaft. Inhaltlich legt Pilz einen Schwerpunkt seiner Entwicklungsaktivitäten auf das Thema Security: „Wir nehmen als Hersteller sicherer Automatisierungslösungen Safety-, sowie Industrial Security-Aspekte gleichermaßen in den Blick“, erläutert Thomas Pilz, geschäftsführender Gesellschafter. Daher hat das Unternehmen seine bereits sicheren Entwicklungsprozesse ergänzt: TÜV Süd hat die Produktentwicklung von Pilz nach der Industrial-Security Norm IEC 62443-4-1 zertifiziert.

Wachstumspotenzial Bahn

Weiteres Wachstumspotential sieht Pilz in der Bahntechnik. Dafür hat das Unternehmen eine eigene Business Unit „Railway“ gegründet. Sie bündelt die weltweiten Aktivitäten von Pilz, um das Portfolio für die Bahn-Branche mit ihren spezifischen Anforderungen strategisch weiterzuentwickeln. Leiten wird die Einheit Sebastian Lüke.

Pilz rechnet auch 2022 mit einem herausfordernden Jahr. Zwar sei der Auftragseingang bislang weiter auf Rekordniveau, dennoch bleibe die Beschaffung von elektronischen Bauteilen, Metallen und Kunststoffgranulaten schwierig. Außerdem seien vor dem Hintergrund des Ukraine-Kriegs weitere Kostensteigerungen bei Rohstoffen und Materialaufwand zu erwarten.

Susanne Kunschert erläutert: „Wir bleiben im Krisenmodus. Das Pilz-Team steht weltweit weiter eng zusammen und wir wollen weiter füreinander und miteinander für unsere Kunden arbeiten. Die Beziehungen zu unseren Kunden und Geschäftspartnern geben uns dabei zusätzlich Kraft. Wir schauen voll Vertrauen in die Zukunft.“

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