Müllsammelaktion

Katja Preydel,

Plasticseurope Deutschland: CleanUp-Event zum Schutz der Meere

Täglich gelangen größere Mengen Plastikmüll in die Flüsse und Meere – vor allem in Asien und Afrika, aber auch in Europa und Deutschland. Um auf diese Problematik aufmerksam zu machen, veranstaltete nun die Nichtregierungsorganisation Clean River Project am 14. August eine Müllsammelaktion in Düsseldorf.

Team-Kunststoff-Athletin und Kanu-Nationalmannschaftssportlerin Katharina Köther beim CleanUp-Event in Düsseldorf © PlasticsEurope

Initiator war der Umweltschützer Stephan Horch, der eine CleanUp-Tour per Kajak von Koblenz bis nach Berlin zurücklegt und in den Städten an der Strecke regelmäßig zahlreiche Unterstützer dazu holt. Ausgestattet mit Handschuhen, Greifzangen und Müllbeuteln ging es für die rund 50 Teilnehmer am Mittwoch von der Marina in Düsseldorf in Richtung Rheinstrände, wo vor allem Zigarettenkippen, Glasflaschen und allerlei Plastikabfälle aufgesammelt und Mitmenschen über das Problem der Müllverschmutzung informiert wurden. Mit dabei bei der Aufräumaktion waren auch Vertreter von Plasticseurope Deutschland, der Messe Düsseldorf und der Kanu-Nationalmannschaft, letztere als Teil des Team Kunststoff.

Kunststoffbranche sensibilisiert für Gewässerschutz

Gleich aus vielerlei Hinsicht machte dieses besondere Engagement Sinn: So ist Düsseldorf im Oktober Gastgeber der K 2019, der Weltleitmesse für Kunststoffe, einem Werkstoff also, der aktuell sichtbarstes Zeichen für das vermehrte Littering im öffentlichen Raum ist. Bereits seit längerem setzen sich daher Messe Düsseldorf, Deutscher Kanu-Verband, weitere Wasser­sportverbände, Plasticseurope und deren Sponsoringinitiative Team Kunststoff gemeinsam für den Gewässerschutz ein. Im Kern geht es dabei um Dialog und Aufklärung im Rahmen von Messen und Sportveranstaltungen. Das Ziel einer Sensibilisierung der Bürgerinnen und Bürger für einen achtsameren Umgang mit Müll teilt dieses Bündnis dabei mit dem Clean River Project.

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„Für uns als Kunststofferzeuger ist jedes Teil Plastikmüll in der Umwelt eines zu viel“, so Dr. Rüdiger Baunemann, Hauptgeschäftsführer von Plasticseurope Deutschland. „Die Vielseitigkeit von Kunststoffverpackungen sorgt ja dafür, dass Essen und Getränke, gerade auch bei Sport und Freizeit, leichter außer Haus transportiert und verzehrt werden können – sei es in der wiederverwendbaren Mehrwegbox oder der Serviceverpackung aus dem Supermarkt. Wichtig ist dann allerdings auch, und darauf weisen wir über verschiedene Kanäle hin, dass der Müll hinterher ordnungsgemäß entsorgt und verwertet wird.“ Die CleanUp-Tour von Stephan Horch läuft bis Anfang September.

Aufklären, Sensibilisieren, aktiv Aufräumen

Mit seinen Maßnahmen möchte das gemeinnützige Umwelt-, Kunst- und Bildungsprojekt den Plastikmüll in deutschen Gewässern bekämpfen. Start ihrer jüngsten Paddeltour war am 9. August in Koblenz. Über die CleanUp-Stationen Köln, Düsseldorf, Oberhausen, Hannover und Magdeburg endet der Weg der Umweltschützer schließlich nach rund 750 Flusskilometern am 6. September in der Bundeshauptstadt. Durch kreative Inszenierungen des beim Paddeln gesammelten Plastikmülls erregt das Projekt die öffentliche Aufmerksamkeit und fördert das allgemeine Bewusstsein für die Problematik. Darüber hinaus halten die Initiatoren Vorträge und veranstalten CleanUp-Events, an denen mit Hilfe von freiwilligen Helfern Flussabschnitte aktiv von Plastikmüll befreit werden. Am Samstag, 19. Oktober 2019 werden die Umweltaktivisten ihre Projekte und Aktionen auch auf der K 2019-Sonderschau "Plastics shape the future" vorstellen. Mehr Informationen zur Aktion gibt es unter https://cleanriverproject.de.

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