Plastszene

Kunststoffverarbeitung im Digitalisierungs-Modus

1933 Aussteller auf dem ausgebuchten Gelände und 47 650 Besucher bilanziert Messeveranstalter nach der Fakuma 2018. Damit liegt die Zahl der Aussteller nochmals höher als im bisherigen Rekordjahr 2017. Und die Besucherzahl erreicht fast das Rekordniveau des Vorjahres. Nicht aus Deutschland kamen 42 Prozent der Aussteller, ebenfalls eine neue Bestmarke.

Ein buntes Themenspektrum bildete die Fakuma 2018 wiederum ab. © Schall

Neben dem Begriff Industrie 4.0 – der seit einigen Jahren auch die Kunststoffindustrie prägt – drängte in diesem Jahr das Schlagwort Digitalisierung verstärkt in den Vordergrund. Die dahinter stehenden Ideen und Strategie sind weitgehend identisch: Die durchgehende Informationstechnologie über möglichst viele Schritte der Prozessketten zwischen Design und After-sales-Services. In enger Verbindung dazu steht der Trend zur weiteren Automatisierung in allen Bereichen.

Weiterhin genießen generative Fertigungsverfahren, meist zusammengefasst unter 3D-Druck – hohe Aufmerksamkeit. Sie werden inzwischen ganz selbstverständlich als alternative Methoden in kleinen Serien oder in der Komponentenfertigung des Formenbaus eingesetzt. Steigende Geschwindigkeiten, hohe Qualitäten und ein weiter vergrößertes Werkstoffspektrum erweitern die Möglichkeiten.

Das gilt auch für die „klassischen“ Verfahren: Der Werkstoffsektor der Fakuma lieferte ein spannendes Programm immer wieder neuer Möglichkeiten, Produkte intelligenter und eleganter, Prozesse effizienter zu gestalten. Recycling und Bio-Werkstoffe sind wichtige Bestandteile de Circular Economy – Kreislaufwirtschaft. Die Anforderungen wichtiger Abnehmerbranchen wie Automobil- und Verpackungshersteller werden hier vermutlich weiter steigen.

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Di Werkstoffe, die erste gar nicht verbaut werden, müssen auch nicht recycelt werden. Zudem ist die Einsparung an Material aus Kosten- und Gewichtsgründen gefordert. Dementsprechenden Stellenwert haben weiterhin alle Lösungen rund um den Leichtbau, nicht nur in der Automobilindustrie. Substitutionen von Metallen, beispielsweise aber auch von Glas in Beleuchtungsanwendungen bieten nicht nur Möglichkeiten der Gewichtssenkung, sondern häufig auch technisch bessere Lösungen bei geringeren Kosten.

Seitens der Aussteller war man sich laut Veranstalter einig: Die Expertise der Besucher sei hoch, die Fachgespräche von hoher Qualität. Demnach äußerten sich die teilnehmenden Firmen durchweg positiv und mehr als zufrieden. Eine klare Positionierung als Fachmesse für die Kunststoffverarbeitung, und nicht etwa als polytechnische Veranstaltung für Kunststoffthemen, trage zum guten Ruf der Fakuma als fachlichem Branchentreff bei. Weiterer wichtiger Erfolgsfaktor des Branchenevents sei die strikt praxisgerechte Ausrichtung an der Prozesskette der Kunststoffverarbeitung.

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