Kunststoff-Institut Lüdenscheid

Annina Schopen,

Projekt erforscht Einsatz von Rezyklat für technische Produkte

Im Oktober 2022 startet am Kunststoff-Institut Lüdenscheid ein Verbundprojekt mit dem Titel „Reycling – Einsatz von Rezyklat für technische Produkte“ und einer Laufzeit von 1,5 Jahren.

© istock.com/VectorMine

Aufgrund der hohen Bedeutung des Themas Nachhaltigkeit in der Kunststoffbranche, beschäftigt die Thematik Rezyklat-Einsatz derzeit viele Unternehmen. Allerdings sind die Hemmnisse Recyclingmaterial einzusetzen teils noch sehr hoch. Das ist u.a. auf Aspekte wie Beschaffung, Preis und Materialqualität zurückzuführen. Das aktuelle Verbundprojekt „Recycling – Einsatz von Rezyklat für technische Produkte“, das im Oktober 2022 bereits startet, soll Unternehmen dabei unterstützen, Rezyklate in bestehenden Prozessen und Produkten für technische Anwendungen einzusetzen.

Um die Verwendung sekundärer Kunststoffe erfolgreich zu ermöglichen, soll in dem Projekt eine praxisnahe und systematische Herangehensweise erarbeitet werden. Das Projekt biete neben einer Darlegung der geltenden regulatorischen Rahmenbedingungen und der Beantwortung der brennendsten Fragen rund um das Thema Rezyklat-Einsatz eine Marktübersicht zu Beschaffungsmöglichkeiten von Recyclingmaterialien, so das Kunststoff-Institut Lüdenscheid.

In praktischen Untersuchungen sollen außerdem verschiedene Rezyklate hinsichtlich ihrer Qualität nach der DIN SPEC 91446 klassifiziert und in Kombination mit Neuware hinsichtlich ihrer mechanischen und rheologischen Eigenschaften untersucht werden. Außerdem werde die sogenannte Marker-Technologie ins Auge gefasst, bei der die Recyclingfähigkeit von Kunststoffprodukten dadurch erhöht werden kann, dass die Bauteile mittels Marker-Additive gekennzeichnet und mit spezifischen Informationen versehen werden können. Diese Technologie fokussieren die Forschenden vor dem Hintergrund der Entwicklung neuer Geschäftsmodelle in Form von Pfandsystemen der eignen Kunststoffteile.

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