Reach-Registrierung geringer Mengen startet

Masterbatch Verband fürchtet Einschränkungen bei Rohstoffen

Die zweite Phase der Reach-Registrierung ist abgeschlossen. Bis Mai 2018 müssen in der dritten und letzten Phase Hersteller oder Importeure alle Stoffe mit einer Jahresproduktion zwischen einer und zehn Tonnen registrieren. Danach darf der betreffende Stoff ohne Registrierung nicht mehr in Verkehr gebracht werden.

Masterbatch-Hersteller sind gemäß der Reach-Verordnung nachgeschaltete Anwender. Sie beobachten nach verbandsangaben bereits heute Veränderungen in der Rohstoffverfügbarkeit. Einige Stoffe wie Farbmittel und Additive werden aufgrund aktueller Analysedaten neu eingestuft, so dass sie zum Teil nur mit Dosierungsbeschränkungen oder nur noch in bestimmten Anwendungen einsetzbar sind. Kommt es zu einer Listung als SVHC-Stoff (Substance of Very High Concern), bestehe die Möglichkeit, dass der Stoff über kurz oder lang nicht mehr eingesetzt werden darf. Die Mitglieder des Verbands befürchten, dass Rohstoffe (Farbmittel und Additive) aus den genannten Gründen wegfallen könnten. Bis Mai 2018 werde mit einer Verschärfung der Situation gerechnet.

Die Verbandsmitglieder seien bestrebt, Sortimentslücken, die durch mögliche Einschränkungen oder Wegfall bisher verfügbarer Rohstoffe entstehen könnten, zu schließen. Derartige Umstellungen benötigen jedoch Zeit. Wie die Erfahrungen der letzten Monate gezeigt hätten, kommunizieren die Vorlieferanten neue Analysedaten zu gängigen Rohstoffen nur kurzfristig. Übergangsfristen für die Umformulierung des Masterbatches gebe es keine. Dies könnte, wie aktuelle Erfahrungen zeigen, dazu führen, dass Masterbatches vorübergehend vom Markt genommen werden müssen.

Auch neue produktspezifische Regelungen werden nach Ansicht der Hersteller im Masterbatch Verband zur Verschärfung dieses Themas beitragen. Die Novelle der Spielzeugrichtline beispielsweise sehe neue Spezifikationen für Rohstoffe vor. Hier werden die Grenzwerte von ursprünglich acht geregelten Elementen auf neunzehn Elemente erweitert und gleichzeitig verschärft.

Für die Anwendermärkte der Masterbatch-Hersteller könnte dies zukünftig bedeuten, dass die bestehende Palette an Farb- und Additivmasterbatches nicht mehr in der gewohnten Vielfalt angeboten werden kann.

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