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Reach und das Kunststoffrecycling

Angesichts der Verunsicherung über die Auswirkungen von Reach auf das Kunststoffrecycling haben sich mehrere Verbände der Kunststoffindustrie und Unternehmen zusammen mit dem Umweltbundesamt (UBA) im Rahmen des Umweltforschungsplans auf ein Projekt "Reach und Kunststoffrecycling" verständigt. Ziel ist, eine Handreichung für die Marktakteure des Kunststoffrecyclings zu erstellen. Diese soll wichtige Anforderungen darstellen und Hilfestellung bei der Umsetzung der neuen Chemikalienverordnung geben. Die Fertigstellung wird für Herbst 2009 erwartet. Bereits jetzt zeichnen sich die beiden Schwerpunkte Registrierungs- und Informationspflichten ab. Die bestehenden Registrierungspflichten sind wegen des Recyclingprivilegs nach Reach Artikel 2.7.d und einer pragmatischen Interpretation der Stoffidentifizierung hinsichtlich der Berücksichtigung von Verunreinigungen für Recyclingunternehmen weitgehend unproblematisch. Recycler müssen jedoch das Gefährlichkeitsprofil ihrer Rezyklate bestimmen und Informationen an ihre Kunden weitergeben. Mit Fallbeispielen sollen pragmatische Schritte zur Wahrnehmung der Einstufungs- und Kennzeichnungspflichten und zur Kundeninformation - zum Beispiel per Sicherheitsdatenblatt - aufgezeigt werden. Die Diskussion um den sachgerechten Umgang mit offenen Fragen in Bezug auf die stoffliche Zusammensetzung von Abfällen, etwa nicht bekannte Verunreinigungen, und das Erstellen von Kundeninformationen spielen in diesem Zusammenhang eine wichtige Rolle. Diese Anforderungen bestehen allerdings unabhängig von den Reach-Regelungen schon seit langem. Im Abschlussbericht wird unter anderem auch auf Aktivitäten der europäischen Kunststoffindustrie im Zusammenhang mit der Einführung von Reach verwiesen. Ökopol bearbeitet das Projekt, weitere Informationen sind unter http://www.reach-info.de verfügbar.

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