digital networking days Nachhaltigkeit

Annina Schopen,

Rezyklateinsatz in der Kunststoffverarbeitung

Wenn es um den Einsatz von Rezyklaten geht, spielt die Qualitätsbeschreibung eine wichtige Rolle. Hanna Steffen vom Kunststoff-Institut Lüdenscheid, behandelt in ihrem Vortrag schwerpunktmäßig die kürzlich entwickelte DIN SPEC 91446 zur Klassifizierung von Rezyklat in Datenqualitätslevel.

Hanna Steffen © Kunststoff-Institut Lüdenscheid

Kunststoffe leisten im Hinblick auf Ressourcenschonung einen wichtigen Beitrag. Dennoch steht die Branche beim Thema Kreislaufwirtschaft unter besonderer Beobachtung. Zukünftig wird das Kunststoffrecycling (noch) stärker in den Fokus rücken, nicht nur im Bereich der Verpackungen, sondern auch in anderen Branchen, wie der Bauindustrie.

Der Kunststoffverbrauch im Baubereich beläuft sich auf etwa ein Viertel der Gesamtmenge an verarbeitetem Kunststoff in Deutschland. Da infolge von Sanierungsprogrammen oder auch sozialen Wohnbauprojekten eine Steigerung der eingesetzten Polymermengen im Bausektor zu erwarten ist, wird das Schließen von Stoffkreisläufen und das Wiederverwerten von anfallenden Abfallströmen zunehmend wichtiger.

Doch die praktische Umsetzung des Rezyklateinsatzes stellt viele Kunststoffverarbeitenden Unternehmen vor Herausforderungen. Besonders Themen wie Beschaffung, Preise, Einsatzmengen und vor allem die Qualitätsbeschreibung von Rezyklat spielen dabei eine entscheidende Rolle. Der Vortrag behandelt schwerpunktmäßig die kürzlich entwickelte DIN SPEC 91446 zur Klassifizierung von Rezyklat in Datenqualitätslevel. Durch die Validierung von Recyclingstoffströmen kann der Einsatz von qualitativ hochwertigen Rezyklaten sichergestellt werden. Auf diese Weise wird die zunehmend geforderte und zukünftig notwendige Nutzung von Recyclingmaterial vereinfacht und gestärkt.

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Über die digital networking days Nachhaltigkeit

Für die digital networking days Nachhaltigkeit haben sich die fünf Fachmedien Baugewerbe, INDUSTRIAL Production, KUNSTSTOFF MAGAZIN, LABO und materialfluss zusammengetan: Vom 27. bis 29. September widmen sich mehr als 30 Vorträge und Workshops dem Thema.

Für alle, die sich für das Thema Nachhaltigkeit in der Kunststoffbranche interessieren, wird der 27. September besonders spannend: Hier gibt es unter anderem Vorträge vom Fraunhofer-Institut für Produktionstechnologie IPT, von BHS Sonthofen, Brabender, vom Kunststoff-Institut Lüdenscheid, von Treffert, Kiefel, vom Fraunhofer IOSB-INA zusammen mit Cuna Products, von Arburg, Gindumac, Witosa und Stasskol.

Davor, danach und dazwischen können die Teilnehmer sich untereinander vernetzen, austauschen, die Referenten kennenlernen und sich spontan digital verabreden.

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