Rückblick 2021 - Ausblick 2022

Martina Schmidt, Vecoplan

Martina Schmidt, Leiterin Recycling | Waste, Vecoplan

Martina Schmidt, Leiterin Recycling | Waste, Vecoplan © Vecoplan

Was hat für Sie 2021 geprägt?
Das war ganz klar die Pandemie. Geschlossene Grenzen und Corona-bedingte Einreisebeschränkungen stellten uns vor einige Herausforderungen. Zudem fanden wieder nur wenige Präsenzveranstaltungen statt. Als positiv hingegen sehe ich das gesteigerte Umweltbewusstsein, das zu einer gesellschaftlichen Bewegung geworden ist. Dazu kommt: Die Megatrends Globalisierung und Marktkonzentration nehmen weiter Fahrt auf.

Welche Prognosen und Erwartungen haben sich erfüllt?
Vieles deutete sich bereits im vierten Quartal 2020 an: Reduzierte Produktionskapazitäten schaffen nicht nur Rohstoffknappheit und unattraktive Lieferzeiten, sondern sorgen auch für eine deutliche Verteuerung der Ware. Die Pandemie hatte zudem den Passagierflugverkehr weltweit zum Erliegen gebracht. Damit gingen die verfügbaren Frachtvolumina stark zurück, und der Großteil der Güter wird per Container über die Weltmeere verschifft. Die Folgen sind Engpässe bei Leer-Containern, damit verbundene höhere Gebühren sowie längere Lieferzeiten.

Was war die größte Überraschung?
Trotz der genannten Herausforderungen war 2021 für uns das Jahr mit dem bis dato höchsten Auftragseingang in der Firmengeschichte. Dieser enorme Erfolg bestätigt uns in unserer bisherigen Strategie. Denn die Konzepte sahen es vor, die Vertriebsabteilungen der einzelnen Geschäftsbereiche, das Marketing und das Corporate Development zu optimieren und weiter in diese zu investieren. Das wirkt sich sowohl bei unseren europäischen Töchtern als auch in den USA bis heute positiv aus.

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Welche Herausforderungen erwarten Sie für 2022?
Wir haben einige Themen aus 2021 mit ins Jahr 2022 genommen. So sind wir weiter auf Wachstumskurs. Das wollen wir mit zusätzlichen Fachkräften und stabilen Lieferketten nachhaltig absichern.

Welche Trends sehen Sie?
Die Wegmarken für das Klimaziel 2030 der Europäischen Union sind kein Trend, sondern ein ganz wichtiger Meilenstein. Mit der Änderung des Klimaschutzgesetzes hat die Bundesregierung die Klimaschutzvorgaben verschärft und das Ziel der Treibhausgasneutralität bis 2045 verankert. Bis 2030 sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland um mindestens 65 Prozent gegenüber 1990 sinken. Bis Mitte des Jahrhunderts will die EU klimaneutral sein. Unsere Kernkompetenz liegt in der werkstofflichen Aufbereitung von Sekundärrohstoffen. Damit unterstützen wir unsere Kunden bei einer nachhaltigen Abfallbehandlung und somit auch bei der Umsetzung dieser ambitionierten Klimaziele.

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