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Rückblick 7. KUNSTSTOFF-DIA(hr)LOG® bei Akro-Plastic

Die AKRO-PLASTIC GmbH, Spezialist für innovative und anwendungsorientierte Kunststoffcompounds, konnte auch im "verflixten" siebten Jahr wieder viele interessierte Kunden begeistern, am 14. und 15. Mai ins rheinland-pfälzische Niederzissen zu reisen. Unter dem Motto "Leichtbau und globale Kooperation" fand hier der 7. KUNSTSTOFF-DIA(hr)LOG® statt.

Andreas Stuber, Geschäftsführer der AKRO-PLASTIC GmbH, freute sich, in diesem Jahr noch mehr Gäste als im Vorjahr begrüßen zu dürfen. Leider war es nicht möglich gewesen, alle Anmeldungen für diese Veranstaltung zu berücksichtigen, da diese bereits recht früh ausgebucht war. Gewachsen war aber nicht nur die Anzahl der Gäste, auch die Produktionskapazität der AKRO-PLASTIC hat sich seit 2003 am Standort Niederzissen nahezu verdreifacht, wozu auch der Neubau einer zweiten Produktionshalle, die im August 2012 eröffnet wurde, beitrug, wie Stuber aufzeigte. Ebenso werde die Mitarbeiterzahl laut Stuber in diesem Jahr um weitere 10 bis 15 % steigen. Auch zum Thema "Globale Kooperation" berichtete Stuber aus der Firmengruppe. Neben der eigenen Produktion in China, wo derzeit 2 Anlagen eine Kapazität von ca. 7.000 jato produzieren, wird das Unternehmen 2014 in Brasilien mit der Produktion beginnen. An allen drei Standorten werden dann identische Produkte mit identischen Rezepturen produziert, was gleiche Voraussetzungen und Ergebnisse im internationalen Geschäft schafft. Gleiches gilt für Zertifizierungen, welche das Unternehmen im Rahmen seines integrierten Managementsystems erworben hat und stetig erweitert.

Dr. Rudi Fernengel, Geschäftsführer der 2R Kunststofftechnik GmbH & Co. sorgte im Anschluss für den Einstieg in das Thema "Leichtbau". Das dieses Thema nicht neu ist, zeigte er am Beispiel des Lloyd Alexander TS, Baujahr 1957 auf. Durch stetig steigende Anforderungen an Sicherheit und Komfort hat sich jedoch das Gewicht der Fahrzeuge im Laufe der letzten Jahrzehnte nahezu verdreifacht. Er erklärte, wie Kunststoffe, die zunächst als billige Ersatzwerkstoffe angesehen würden, nach und nach ihren Einzug in den Automobilbau fanden und wie in Zeiten von CO2-Reduzierungsvorgaben immer neue Anwendungsfelder für leichte Kunststoffe entstehen.

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Einige der Referenten des 7. KUNSTSTOFF-DIA(hr)LOG®s: Marco Gruber (KraussMaffei), Dr. Rudi Fernengel (2R Kunststofftechnik), Thilo Stier (AKRO-PLASTIC), Leander Bergmann (AKRO-PLASTIC), Dr. Kai Fischer (IKV Aachen) und Andreas Stuber (AKRO-PLASTIC) (von links).

Eine bereits bestehende, bisher jedoch noch nicht so weit verbreitete Technologie beschrieb im Anschluss Dr. Kai Fischer, Abteilungsleiter Faserverstärkte Kunststoffe + Polyurethane der IKV Aachen. Faser-Matrix-Halbzeuge, sogenannte Organobleche, lassen sich in automatisierten Preformingverfahren, die Dr. Fischer anschaulich vorstellte, bearbeiten. In Zeiten steigender Nachfrage nach leichten Bauteilen wird dieser Technologie erhebliches Potential eingeräumt.

Marco Gruber, Leiter des Bereiches Prozess & Projekt, Spritzgießtechnik bei KraussMaffei Technologies GmbH, legte die erweiterten Möglichkeiten des Schäumens dar. Diese Verfahren, die aktuell bereits bei vielen Besuchern angewendet werden, bieten jedoch noch Potentiale, die es zu entdecken gilt, wie Gruber bewies.

Dass auch der Gastgeber selbst einen Beitrag zum Thema Leichtbau leistet, demonstrierte Thilo Stier, Leiter Vertrieb und Innovationen. So präsentierte er neue Werkstoffe aus dem Hause AKRO-PLASTIC, die den Leichtbau fördern und darüber hinaus auch noch in Sachen Beständigkeit gegenüber Hitze und Säuren bzw. mit einer optimalen Oberfläche punkten können.

Udo Gaumann, Plastic Competency Management bei der TAKATA AG, zeigte in seinem Vortrag "Globale Materialstrategien" auf, wie sich die Globalisierung im Automobilbau im Laufe der letzten Jahrzehnte verändert hat und welche Herausforderungen in Bezug auf Entwicklung und Auswahlstrategie auf die Zulieferindustrie zukommen, und dann auch an den Rohstofflieferanten weitergegeben werden.

Dr. Bernd Matschiner, Leiter Produktentwicklung bei Hellermann Tyton GmbH, erläuterte abschließend, wie Innovationen und Internationalisierung über die Wettbewerbsfähigkeit eines Unternehmens in der heutigen Zeit entscheiden. Auch wenn "global" das Schlagwort ist, so darf "regional" nicht unbeachtet bleiben. Denn um Kundenanforderungen mit bedarfs- und spezifikationsgerechten Produkten und Lösungen zu versorgen, spielt neben der Verfügbarkeit der Rohstoffe auch eine im jeweiligen regionalen Marktumfeld wettbewerbsfähige Preisgestaltung eine entscheidende Rolle im internationalen Geschäft.

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