News

Schaumstoff von BASF hält Jetboote über Wasser

Die WaveRunner-Modelle des japanischen Herstellers Yamaha Motor erfüllen die Anforderungen an Leichtigkeit und Schwimmfähigkeit nach ISO 13590 - dank der Verwendung des Partikelschaumstoffs E-por® im Jetboot. Der Schaumstoff wird in den Front- und Seitenteilen des Schwimmkörpers für den Typ VX700S verbaut, wo er aufgrund seiner niedrigen Dichte den Auftrieb des Jetboots unterstützt.

Das Gewicht des Jetboots setzt sich überwiegend aus Motor, Tank und Gehäuse zusammen. Es kann bis zu drei aufsitzende Passagiere transportieren. Um die erforderliche Schwimmfähigkeit zu erreichen, benötigt das Jetboot eine leichte und stabile Struktur, die den nötigen Auftrieb verleiht. E-por eignet sich aufgrund seiner geringen Dichte und seinem Eigenschaftsprofil bestens als Schwimmkörper. Mit 240 Kilogramm ist der VX700S der leichteste Dreisitzer, der je gebaut wurde. Die E-por-Formteile machen dabei trotz ihres großen Volumenanteils gerade einmal 3,3 Kilogramm des Gesamtgewichts aus. Außerdem kann der Schaumstoff einfach und wie EPS (expandiertes Polystyrol) zur gewünschten Dichte und Form verarbeitet werden, sodass sich die Formteile optimal in das Gehäuse einfügen.

Partikelschaumstoff E-por® im Bootskörper von Yamaha WaveRunner unterstützt Auftrieb.

Auftrieb mit E-por®
Hiromi Ishizaka, Account Manager beim japanischen Formteilehersteller Astec, hat Yamaha gemeinsam mit dem Geschäftspartner Sano Enterprises bei der Materialauswahl beraten: "Das Interpolymer der BASF bietet für uns und unsere Kunden eine interessante Alternative zu anderen Schaumstoffen und E-por überzeugt aufgrund seines guten Eigenschaftsprofils." Insbesondere die minimale Wasseraufnahme und die Bruchsicherheit sowie die gute Chemikalienbeständigkeit des BASF-Partikelschaums haben im Auswahlprozess eine entscheidende Rolle gespielt. Zudem trägt E-por mit diesen Eigenschaften dazu bei, die Stabilität des Bootskörpers zu verbessern. Keijiro Ikeda, Manager, Water Vehicle Business Unit bei Yamaha Motor, erklärt: "Der Schaumstoff eignet sich für den Einsatz im WaveRunner, da er alle unsere technischen Anforderungen erfüllt."

Anzeige

Nicht nur ein Freizeitspaß
Jetboote bestehen aus einem glasfaserverstärkten Kunststoffkörper und es gibt sie in verschiedenen Ausführungen - vom für eine Person geeigneten Steher bis hin zum Modell mit Sitzbank für bis zu vier Personen. Bekannt sind sie hauptsächlich aus dem Freizeitbereich und sie werden oft in Wassernähe gesehen, wo Urlauber die Fahrzeuge für sportliche Ausflüge mieten. Darüber hinaus finden Jetboote aber auch Anwendung als schnelle und flexible Einsatz- und Patrouillenfahrzeuge für Wasserpolizei, Feuerwehr und Rettungskräfte.

Der populärste Markt für die Wasserfahrzeuge sind die USA, wo aktuell etwa 1,2 Millionen Jetboote registriert sind. Yamaha Motor produziert seit 1986 Jetboote unter dem Markennamen "WaveRunner" und war zu dieser Zeit der erste Hersteller, der ein Tandemsitzmodell auf den Markt brachte. Dabei greift der japanische Konzern auf jahrzehntelange Erfahrung in der Herstellung von Booten, Bootsmotoren und Motorrädern zurück.

Partikelschaumstoff E-por
E-por ist ein expandierbares Interpolymer, basierend auf einer komplexen Formulierung verschiedener Polymere, die sowohl miteinander als auch mit dem Treibmittel wechselwirken. Es handelt sich um einen rissbeständigen Partikelschaumstoff, der zudem eine sehr gute Lösungsmittelbeständigkeit aufweist. Der zäh-elastische Schaumstoff kann wie Styropor gelagert, verarbeitet und recycelt werden.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige

Geräuschdämpfung

Schluckt Schall

Volkswagen kleidet Motorabdeckungen seiner Fahrzeuge mit einem Melaminschaum aus, der trotz geringem Gewicht ausgeprägte Schallschutzeigenschaften bei hoher Temperaturbeständigkeit mitbringt.

mehr...
Anzeige