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Schwarzataler Kunststoff GmbH: eine Art Happy End

Eine Art Happy End gab es im Insolvenzverfahren der Schwarzataler Kunststoff GmbH (Kunststoff Magazin berichtete ausführlich). Das Unternehmen, mit Betriebsstätten im thüringischen Eisfeld und in Katzhütte war eines der bundesweit größten Unternehmen für Kunststoff-Recycling. Drei Jahre nach Eröffnung des Insolvenzverfahrens mit teilweise mehr als kontraproduktiven Rahmenbedingungen ist es gelungen, auch dem bislang unverkäuflichen Standort Katzhütte eine neue Zukunft zu geben.

Wie Insolvenzverwalter Hanns Pöllmann am 27.09.2007 mitteilte, wird die neu gegründete Rissland Kunststoffe GmbH den Betrieb zum 1. Januar 2008 übernehmen und fortführen. Nach Eisfeld, das 2006 von der Römhilder Unternehmensgruppe Eliog-Kelivtherm übernommen wurde, gibt es damit auch für Katzhütte ein Happy End: Die knapp 200 Arbeitsplätze sollen komplett erhalten bleiben. ¿Die Strategie, die beiden Betriebsstätten nicht zu zerschlagen, sondern im Rahmen der Insolvenzverwaltung zu stabilisieren und zu optimieren, hat sich ausgezahlt," erklärte Pöllmann. Nachdem Katzhütte zuletzt wieder Gewinne erwirtschaftete und sogar in neue Anlagen investiert werden konnte, gab es mehrere Kaufinteressenten. Die Rissland Kunststoffe GmbH unter Führung der in Katzhütte bereits tätigen Geschäftsführerin Corinna Rißland erhielt schließlich den Zuschlag. Auch die Gläubigerbanken zeigten sich mit der nun getroffenen Lösung zufrieden.

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In Katzhütte wurden zuletzt rund 15.000 Tonnen Kunststoff-Industrieabfälle pro Jahr recycelt. 65 Mitarbeiter waren unter Leitung des Münchener Insolvenzverwalters tätig. Der Betrieb stand als Teil der Schwarzataler Kunststoff GmbH seit 1. Januar 2005 unter Insolvenzverwaltung.

Im Januar 2006 gab es zunächst die dramatische Rettung des Schwesterbetriebs in Eisfeld: Die Anlage stand kurz vor der Schließung, wenige Tage vor Weihnachten musste allen 125 Mitarbeitern zwischenzeitlich gekündigt werden, ehe sich doch noch ein Investor fand, der ein zukunftsfähiges Konzept vorlegte.

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