Schwieriges 2. Quartal

BASF senkt Erwartungen für 2019

Mit den vorläufigen Zahlen des 2. Quartals 2019 meldet die BASF Zahlen deutlich unter den zu Jahresanfang genannten Erwartungen. Der Umsatz sank im 2. Quartal 2019 um 4 Prozent auf 15,2 Milliarden Euro. Das EBIT vor Sondereinflüssen betrug im 2. Quartal 2019 voraussichtlich 1,0 Milliarden Euro und lag damit 47 Prozent unter dem Wert des Vorjahresquartals. Der Rückgang des EBIT vor Sondereinflüssen resultiert vor allem aus den im Vergleich zum Vorjahresquartal signifikant gesunkenen Ergebnissen der Segmente Materials, Chemicals und Agricultural Solutions.

Wie erwartet führten im 2. Quartal 2019 erheblich niedrigere Isocyanatpreise im Segment Materials zu einem signifikanten Rückgang des EBIT vor Sondereinflüssen gegenüber dem Vorjahresquartal. Im Segment Chemicals wurde dieser vor allem verursacht durch die turnusmäßigen Wartungsabstellungen der Steamcracker in Port Arthur/Texas und Antwerpen/Belgien; daneben waren die Margen von Crackerprodukten, besondere in Nordamerika, deutlich niedriger als von BASF prognostiziert.

Das Ergebnis nach Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter stieg voraussichtlich auf 6,5 Milliarden Euro (2. Quartal 2018: 1,5 Milliarden Euro). Grund hierfür ist der Buchgewinn aus der Entkonsolidierung von Wintershall nach dem Zusammenschluss von Wintershall und DEA am 1. Mai 2019. Dieser wird im Ergebnis nach Steuern aus nicht fortgeführtem Geschäft ausgewiesen.

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Ausblick für Gesamtjahr 2019 gesenkt
Aufgrund des deutlich schwächer als erwarteten Geschäftsverlaufs im 2. Quartal 2019 sowie einer Verlangsamung des weltwirtschaftlichen Wachstums und der Industrieproduktion, vor allem infolge der Handelskonflikte, geht BASF nun von einem deutlichen Rückgang des EBIT vor Sondereinflüssen von bis zu 30 Prozent unter Vorjahresniveau aus (bisheriger Ausblick: leichter Anstieg des EBIT vor Sondereinflüssen zwischen 1 und 10 Prozent). BASF erwartet nun einen leichten Umsatzrückgang gegenüber dem Vorjahr.

Die BASF-Gruppe beschäftigt nach eigenen Angaben rund 122 000 Mitarbeiter in den sechs Segmenten Chemicals, Materials, Industrial Solutions, Surface Technologies, Nutrition and Care sowie Agricultural Solutions. 2018 wurde weltweit rund 63 Milliarden Euro Umsatz ausgewiesen.

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