Statistik

Mehr als 700 Kunststoffunternehmen in Thüringen

Polymermat e.V. – Kunststoffcluster Thüringen hat gemeinsam mit dem Fachgebiet Kunststofftechnik der TU Ilmenau unterschiedliche Wirtschaftsdatenbanken analysiert, um die Kunststoffbranche Thüringens abzubilden.

Statistische Daten der Thüringischen Kunststoffindustrie, erhoben vom Polymermat und TU Ilmenau.

Während Thüringens optische Industrie und Automobilzulieferbranche sowie die Unternehmen der Elektro- Verpackungs- und Medizintechnik recht bekannt seien, werde die Bedeutung der Kunststoffbranche oft unterschätzt, unter anderem auf Grund statistischer Ungenauigkeiten. Beispielsweise werden Automobilzulieferer, die zu großen Teilen Kunststoffprodukte herstellen, statistisch nicht in der Kunststoffbranche sondern im Bereich Mobilität erfasst.

Die Ergebnisse dieser neuesten Studie zeigen deutliche Unterschiede zu den bisherigen Angaben der Landesstatistiken auf. Demnach gab es in Thüringen Anfang 2014 insgesamt 733 Unternehmen, deren Aktivitäten sich der Kunststoffbranche zuordnen lassen. Davon fallen 321 Unternehmen in die Primärkategorie, mindestens 80 Prozent der Geschäftstätigkeit hat mit Kunststoff zu tun. Ein Vergleich der Daten mit den Angaben des Thüringer Landesamts für Statistik zeigt, dass dieses bisher lediglich die Primärkategorie erfasst hat. Die knapp 200 Betriebe aus der Sekundärkategorie, mit 20 bis 80 Prozent Geschäftstätigkeit im Kunststoffbereich sowie anderweitig im Kontext stehende Unternehmen wurden nicht berücksichtigt.

Infolge der korrigierten Zuordnung der Unternehmen sind auch die Anzahl der Beschäftigten und der Umsatz der Branche neu zu bewerten. Demnach umfasst die Thüringische Kunststoffbranche mehr als 50.000 Beschäftigte und jährlich über 10,3 Milliarden Euro Umsatz. Das entspreche 20 Prozent des industriellen BIP im Bundesland. Mit der Exportquote von 35,1 Prozent im Jahr 2013 liege die Branche zudem deutlich über dem Thüringer Durchschnitt. Damit ist die Bedeutung der Kunststoffindustrie für die Wirtschaftskraft des Landes Thüringen weit höher als bisher angenommen.

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