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Symposium Leichtbau in Nürnberg

Das 4. Wissenschaftliche Symposium des Sonderforschungsbereichs-Transregio "Großserienfähige Produktionstechnologien für leichtmetall- und faserverbundbasierte Komponenten mit integrierten Piezosensoren und -aktoren" findet unter dem Thema "Leichtbau durch Funktionsintegration" am 26. und 27. März 2013 in Nürnberg statt.

Im Sonderforschungsbereich-Transregio "Großserienfähige Produktionstechnologien für leichtmetall- und faserverbundbasierte Komponenten mit integrierten Piezosensoren und -aktoren" - kurz: ¿PT-Piesa¿ - werden wissenschaftliche Grundlagen für eine ökonomische Herstellung aktiver Strukturbauteile erarbeitet. Diese Systeme versprechen ein interessantes Anwendungspotenzial:

  • Flächige Leichtbauteile mit integrierten Sensoren und Aktoren reduzieren aktiv ihre Schallabstrahlung und machen so im Automobilbau den Einsatz schwerer Dämmstoffe in der Karosserie überflüssig.
  • Integrierte Sensoren und Aktoren lassen sich für das Health-Monitoring von Sicherheitsbauteilen oder zur aktiven Veränderung der Bauteilfestigkeit im Crashfall nutzen.
  • Für den Maschinenbau sind zahlreiche Anwendungen zur Schwingungsdämpfung zur Erhöhung der Bearbeitungsqualität und Steigerung der Maschinendynamik absehbar.
  • Stoffintegrierte Hochleistungsaktoren benötigt die Automatisierungstechnik für Pumpen, Ventile und Steuerelemente.
  • In der Medizintechnik können mit integrierten Sensoren und Aktoren beispielsweise "intelligente" Prothesen realisiert werden.

Essentiell für den Erfolg dieser Innovationen sei die Entwicklung neuer Produktionstechnologien, um die Prozessketten zur Fertigung der mechanischen Bauteile und der Sensor-Aktor-Module zu vereinen und so erstmals die kostengünstige Serienfertigung aktiver Bauteile zu ermöglichen. Dieser Aufgabe stellt sich der Forschungsbereich PT-Piesa nach eigenen Angaben, in dem die in den jeweiligen Fachgebieten kompetentesten Standorte Deutschlands überregional vernetzt arbeiten.

Projektpartner sind die Technischen Universitäten Chemnitz und Dresden, die Universität Erlangen-Nürnberg, das Fraunhofer-Institut für Werkzeugmaschinen und Umformtechnik IWU Chemnitz/Dresden, das Fraunhofer-Institut für Keramische Technologien und Systeme IKTS Dresden sowie das Bayerische Laserzentrum Erlangen. Die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) stellte für die 13 Teilprojekte der ersten Förderperiode von 2006 bis 2010 7 Millionen Euro Forschungsgelder zur Verfügung. Seit Juli 2010 läuft die zweite Förderperiode, in der bis Mitte 2014 für 15 Teilprojekte insgesamt mehr als 10 Millionen Euro bereitstehen.

Ergebnisse der Grundlagenforschung des transregionalen Sonderforschungsbereichs sollen schnell in andere Forschungs- und Entwicklungsvorhaben, wie dem Innovationscluster Mechatronischer Maschinenbau der Fraunhofer-Gesellschaft überführt werden. Diese enge Verzahnung von Wissenschaft und Wirtschaft soll die Wissensbasis für innovative Produkte schaffen, mit der die Industrie im internationalen Wettbewerb bestehen kann.

Informationen unter www.pt-piesa.tu-chemnitz.de

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