Tarif-Einigung in Hessen

Zweijährige Laufzeit bei Löhnen und Gehältern

Nach drei Verhandlungsrunden einigten sich in der Nacht von Freitag auf Samstag der Arbeitgeberverband Hessenchemie und die IG BCE Hessen-Thüringen auf ein Tarifpaket für die Beschäftigten in der hessischen kunststoffverarbeitenden Industrie.

„Hinter uns liegen drei schwierige Verhandlungsrunden“, erklärte Thomas Wedekind, Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite. „Wir sind überzeugt, letztendlich einen Kompromiss gefunden zu haben, der einerseits der wirtschaftlichen Situation der Unternehmen entspricht und zugleich die Leistungen der Beschäftigten honoriert. Die lange Laufzeit gebe den Unternehmen Planungssicherheit.

Der Abschluss sieht für die Branche eine zweistufige Erhöhung der Vergütungen für die Beschäftigten und Auszubildenden vor. Rückwirkend ab 1. März 2017 steigen die Entgelte um 3,0 Prozent, ab 1. Mai 2018 um weitere 2,3 Prozent. Zudem wird eine Pauschalzahlung von 50 Euro geleistet. Darüber hinaus wurde eine schrittweise Erhöhung des Demografiebetrags um 50 Euro im kommenden Jahr und 100 Euro in 2019 vereinbart. Der Tarifvertrag läuft insgesamt 24 Monate.

Die Sozialpartner der hessischen Kunststoffverarbeitung haben zudem die Verlängerung des Ausbildungstarifvertrages bis 2020 beschlossen. Sie setzen damit ihr Engagement zur Fachkräftesicherung fort. Darüber hinaus wurde eine Vereinbarung zur Durchführung von Sozialpartner-Veranstaltungen getroffen. Die Tarifparteien wollen mit diesem neuen betrieblichen Veranstaltungsformat das Bewusstsein für die Vorteile einer Tarifbindung stärken.

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