Tarifverhandlungen 2017

Parteien der kunststoffverarbeitenden Industrie vertagen sich

Am 14. März haben sich die Tarifpartner Arbeitgeberverband Hessenchemie und die Industriegewerkschaft BCE Hessen-Thüringen nicht auf einen Tarifabschluss geeinigt und sich vertagt.

Thomas Wedekind, Geschäftsführer der Technoform Glass Insulation und Verhandlungsführer der Arbeitgeberseite machte klar, dass die Forderungen nach einer Entgelterhöhung von 6 Prozent und zugleich einer Weiterentwicklung des Demografie-Tarifvertrages analog der Chemiebranche auf einen begrenzten Verteilungsspielraum treffen. Er erklärte: „Konjunkturell war 2016 ein schwaches Jahr. Die Erzeugerpreise stagnieren, der Umsatz ist rückläufig und die Produktion schwächelt das fünfte Jahr in Folge.“ Eine Wirtschaftsumfrage der Hessenchemie unter den Mitgliedsunternehmen der Kunststoffverarbeitung habe ergeben, dass jedes zweite Unternehmen zuletzt einen Rückgang der Auftragseingänge zu verzeichnen hatte. Hinzu kommen Risiken, die der internationalen Politik und einer unsicheren Weltwirtschaft geschuldet sind. „Die Unternehmen spüren bereits jetzt einen negativen Trump-Effekt und der Brexit wird für die meisten nicht ohne Folgen bleiben,“ so Thomas Wedekind.

Offen zeigten sich die Arbeitgeber nach eigenen Angaben bei der Weiterentwicklung des Demografie-Tarifvertrages. Sie hätten in den Tarifgesprächen klar gemacht, dass sich die Sozialpartner gemeinsam mit der Herausforderung der Digitalisierung beschäftigen müssen. Diese sei auch eine große Chance für die Branche.

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Die Tarifgespräche werden voraussichtlich am 27. März in Wiesbaden weitergeführt.

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