Technologieförderung

Entwicklung neuer Kunststoffe - erstes Projekt startet

Uwe Hüser (2. v.l.), Staatssekretär im Mainzer Wirtschaftsministerium, übergab den ersten Förderbescheid über 800.000 Euro an Geschäftsführerin Silke Rathgeber. Im Aufsichtsrat sitzen unter anderem der Landrat Rainer Kaul (links) und Oberbürgermeister Nikolaus Roth. (Quelle: Stadt Neuwied)

Das Technologie-Institut für funktionale Kunststoffe und Oberflächen, kurz Tifko, startete im September mit seinem ersten Projekt an der Universität in Koblenz zur Entwicklung thermoplastischer Kunststoffe, die durch Zugabe geeigneter Füllstoffe elektrische und thermische Leitfähigkeit aufweisen.

Vier regionale Unternehmen sind an dem Projekt "Polycomp" beteiligt. Weitere Firmen und Einrichtungen im Innovationscluster Metall-Keramik-Kunststoff (IMKK) können später die Forschungsergebnisse nutzen. Der Europäische Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Rheinland-Pfalz stellten hierfür rund 800.000 Euro Fördermittel bereit.

Die Tifko GmbH ist eine Initiative des Wirtschaftsministeriums Rheinland-Pfalz im Rahmen des IMKK unter Beteiligung kommunaler Vertreter der Stadt sowie des Landkreises Neuwied. Polycomp steht für Kompetenzfeldaufbau, Compoundierung und Prüfung gefüllter Thermoplaste und soll sich mit der Entwicklung thermoplastischer Kunststoffe beschäftigen, die elektrisch und thermisch leitend ausgerüstet werden. "In Zusammenarbeit mit vier beteiligten Unternehmen ist der Aufbau einer umfassenden instrumentellen und personellen Forschungs- und Entwicklungsplattform geplant", erklärt Geschäftsführerin Silke Rathgeber. Die Tifko werde über nasschemische und Physiklabore, ein umfangreiches Angebot an Methoden zur elektrischen, thermischen und mechanischen Charakterisierung von Kunststoffen sowie eine Infrastruktur für Compoundierung und Spritzguss verfügen. Das Kompetenzspektrum der beteiligten Firmen sei breit gefächert: Ein Unternehmen aus dem Bereich Extrusion, Spritzguss und Werkzeugauslegung, ein Experte für Klebeverbindungen, ein Maschinen- und Werkzeughersteller sowie ein Folienspezialist unterstützen das Projekt.

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