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Ticona gewinnt SPE Automotive Award 2009 und Grand Award

Die Society of Plastics Engineers (SPE) hat ein blasgeformtes Ladeluftrohr aus dem Polyphenylensulfid (PPS) der Ticona GmbH mit Platz 1 in der Kategorie "Powertrain" sowie dem übergeordneten Grand Award der Kategorie "Parts & Components" ausgezeichnet. Das Bauteil ist von Zulieferer Röchling Automotive AG & Co. KG in enger Zusammenarbeit mit dem Polymerproduzenten entwickelt worden und wird von Volkswagen für 2-Liter-Dieselmotoren eingesetzt. Die Werkstoffgruppe vertreibt Ticona unter dem Markenamen Fortron. "Gründe für die Einsparungen sind geringere Ausschussquoten im Vergleich zum Schweißen, Zusammenfassen mehrerer Fertigungsschritte, kurze Zykluszeiten und eine höhere Prozesssicherheit während des Fertigungsprozesses", ergänzt Dr.-Ing. Fabrizio Chini, R & D Manager bei Röchling Automotive. Das Ladeluftrohr aus hochtemperaturbeständigem Fortron 1115LO mit 15-prozentigem Glasfaseranteil überzeugte die SPE-Jury zusätzlich durch hohe Beständigkeit und lange Lebensdauer. Entscheidendes Potenzial für die Kostenreduktion um 25 Prozent und die Gewichtseinsparung von 30 Prozent konnte durch die integrative Applikation von Funktionselementen an das Rohr bereits während des Blasformens erschlossen werden. Hier kommt eine PPS-Type mi 30 Prozent Glasfaseranteil zum Einsatz. Bisher wurden Halterungen, Laschen, Clips usw. in separaten Werkzeugen spritzgegossen und dann mit dem blasgeformten Rohr in einem dritten Verfahrensschritt (häufig mittels Heißspiegelschweißen oder Vibrationsschweißen) zusammengefügt. Durch ein neuartiges Fertigungsverfahren, dem von Röchling entwickelten und patentierten Spritzfügen, entfallen ein oder zwei Verfahrensschritte. Der Grund: Spritzgießen und Fügen sind zusammengefasst und erfolgen im Blasformwerkzeug und zusätzlich in einem separaten Spritzgießwerkzeug. Durch das neuen Verfahren und die beiden Fortron-Typen sind gegenüber dem nachträglichen Anschweißen auch die Lagetoleranzen für die Anbauelemente leichter einzuhalten. Zudem können die Bauteile insgesamt optisch ansprechender gestaltet und gefertigt werden. Gründe genug für VW, für 2-Liter-Dieselmotoren mit 125 kW Leistung Ladeluftrohre aus PPS einzusetzen und damit zugleich die Kriterien für umweltfreundliche Fahrzeuge wieder mehr zu erfüllen - ohne Einbußen bei mechanischer oder thermischer Belastbarkeit der Funktionsteile.

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