Carbon Busters Award

Annina Schopen,

VDMA zeichnet Arburg-Azubis aus

Ein sechsköpfiges Azubi-Team von Arburg wurde mit dem VDMA-Award „Carbon Busters“ ausgezeichnet. Die Preisträger überzeugten die Jury mit einer Idee zur Reduktion des CO2-Footprints bei Kaffee-Automaten.

VDMA-Award „Carbon Busters“: Hartmut Rauen (Mitte), stellvertretender Hauptgeschäftsführer des VDMA, überreicht den Hauptgewinn an das Azubi-Team von Arburg. Von links: Tobias Helber, Denise Bohnet, Mika Hauser, Svenja Bross, Jannik Münstermann und Sonja Fritz. © Arburg

Die Arburg-Auszubildenden erhielten den mit 3.000 Euro dotierten Hauptpreis im Rahmen der Hannover Messe. Damit würdigt der Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbauer (VDMA) junge Klimaschützer. Entscheidungskriterien für die Jury seien insbesondere die klar formulierten Ziele, die umfassende Ausarbeitung des Projektes und das Vorantreiben bis in die Umsetzung gewesen. „Wir freuen uns, dass unser Konzept für umweltfreundliches Kaffeetrinken beim VDMA und vor allem auch bei Arburg so gut ankommt“ bedankte sich Tobias Helber, Fachinformatiker im ersten Lehrjahr, im Namen des Projektteams. Die Auszubildenden Denise Bohnet, Svenja Bross, Sonja Fritz, Mika Hauser, Jannik Münstermann und er hatten rund 250 Stunden in das Konzept investiert und inzwischen bereits einige Ideen am zentralen Standort in Loßburg realisiert.

Kaffee-Automaten: Einweg-Becher werden ersetzt

In Loßburg sind 24 Tischgeräte (Table Tops) sowie 33 große Kaffee-Automaten im Einsatz, die im Jahr 2019 insgesamt 900.000 Heißgetränke ausgaben – davon 85 Prozent in Einmal-Kunststoffbechern. Die vom Projektteam erstellte Energiebilanz zeigte, dass bei der Herstellung eines einzigen Einweg-Bechers 14 Gramm CO2 entstehen, bei einem Spülvorgangs von zehn Tassen hingegen nur 11,8 Gramm CO2. Eine Befragung, ergab, dass die große Mehrheit bereit ist, auf Tassen oder eine Mehrweg-Lösung umzusteigen. Daraufhin hängte das Team Plakate aus, um alle Nutzer zu motivieren, beim Kaffeekonsum auf Einweg-Becher zu verzichten. Bei den Table-Top-Geräten setzten inzwischen viele Mitarbeitende auf Porzellantassen.

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Kleine Maßnahme – große Wirkung

Eine weitere Idee ist, die Kaffee-Automaten über WLAN-fähige Steckdosen an das Arburg-interne Netz anzuschließen, um sie am Wochenende und im Betriebsurlaub einfach abzuschalten zu können. Die Azubis ermittelten die die Leistungsaufnahme der Kaffee-Automaten in Benutzung, Standby und beim Anlaufen. Ergebnis: Wenn alle 57 Automaten an den Wochenenden und während der Betriebsruhe abgeschaltet würden, kämen 6.058 Tage im Jahr zusammen, was 0,138 Tonnen CO2-Einsparungen im Jahr entspricht.

Ein größeres noch umzusetzendes Ziel lautet, bei den großen Kaffee-Automaten ein neues Mehrweg-System zu etablieren. Als CO2-schonendste Alternative stellte sich heraus, automatenfähige Mehrweg-Becher auf Spritzgießmaschinen direkt bei Arburg zu fertigen und die Automaten damit zu bestücken. Benutzte Becher könnten in einen Sammler zurückgegeben und dann ebenfalls bei Arburg vor Ort in einer separaten Spülküche gereinigt werden. Wenn alle Maßnahmen umgesetzt werden, ließen sich künftig rund zehn Tonnen CO2-Emissionen im Jahr reduzieren.

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