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Verfahrensentwicklung zum Spritzgießen von Biocomposites aus PLA und Zellulose

Das schwedische Unternehmen Södra will im laufe des Jahres einen vom ebenfalls schwedischen Unternehmen Inventia entwickelten Holz-Polymer-Werkstoff aus Zellulosepulpe und PLA auf den Markt bringen. Nach Unternehmensangaben besteht er vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen, zeigt gute mechanische Eigenschaften, eine angenehme Haptik und kann in leuchtenden Farben eingefärbt werden.

Das schwedische Unternehmen Södra will im laufe des Jahres einen vom ebenfalls schwedischen Unternehmen Inventia entwickelten Holz-Polymer-Werkstoff aus Zellulosepulpe und PLA auf den Markt bringen. Nach Unternehmensangaben besteht er vollständig aus nachwachsenden Rohstoffen, zeigt gute mechanische Eigenschaften, eine angenehme Haptik und kann in leuchtenden Farben eingefärbt werden. Angeboten werden soll das Material in Form von Zellulosekomposit-Ballen, die mit verschiedenen Technologien zu Endprodukten weiterverarbeitet werden können.

Bisher gibt es jedoch keinen praktikablen Prozess zur Produktion von Granulaten für Spritzgießanwendungen. Das Forschungsvor-haben Mouldpulp soll dies ändern. Ziel ist es, innerhalb von drei Jahren einen Prozess zu entwickeln, mit dem Spritzgießteile gefertigt werden können, ohne die Materialcharakteristik zu ändern. Daran arbeitet ein multidisziplinäres Team aus Schweden, Finnland und Deutschland unter Leitung des Instituts Fraunhofer Umsicht.

Der technische Ansatz des Projekts liegt in der Kombination des Durapulp Prozesses mit einem speziellen Compoundierprozess. Erreicht werden soll ein hoher Faseranteil im Composit, dazu ist eine schonende Compoundierung und eine homogene Faservertei-lung zu gewährleisten. Anschließend wird das Granulat zu Prüf-körpern und technischen Teilen spritzgegossen, an denen die Ma-terial- und die Formteileigenschaften getestet und bewertet werden. Begleitet wird der Entwicklungsprozess von einer technisch-ökonomischen Bewertung und einer Umweltverträglichkeitsprüfung der Verarbeitungstechnologie.

Das Projektkonsortium deckt die Wertschöpfungskette vom bioba-sierten Rohstoff bis zu den fertigen Konsumgütern ab und setzt sich aus den folgenden Forschungsinstituten, Material- und Anwen-dungsentwicklern, Rohmaterialherstellern und Kunststoffverarbeitern zusammen: Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik Umsicht, Oberhausen, Deutschland, Innventia AB, Stockholm, Schweden, Södra Skogsägarna Ekonomisk Förening, Väröbacka, Schweden, FKuR Kunststoff GmbH, Willich, Deutschland, Elastopoli Oy, Sastamala, Finnland, Hammarplast Consumer AB, Tingsryd, Schweden, und Nova-Institut GmbH, Hürth, Biocomposites ans Pulpe und PLA.

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