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Wirtschaftskrise: Simona AG sieht sich gut gerüstet

Der Simona AG, Kirn, hat die Wirtschaftskrise im ersten Quartal dieses Jahres übel mitgespielt: Der Hersteller von thermoplastischen Kunststoffprodukten verbuchte gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ein Umsatzminus von 31,7 Prozent auf 53 Millionen Euro. Verantwortlich, so Vorstandsvorsitzender Wolfgang Moyses (Bild) gegenüber der Presse, waren vor allem der starke Produktions- und Investitionsrückgang im Maschinenbau und der chemischen Industrie in Deutschland. Dabei machten sich sowohl der starke Rückgang der Exporte als auch die schwache Investitionsneigung bemerkbar. Die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns habe sich dennoch nicht signifikant verändert, so der Simona-Chef weiter. Die Liquidität sei unverändert gut und dank eines hohen Cashflows aus operativer Tätigkeit im Geschäftsjahr 2008 (44,7 Millionen Euro) konnte man eine gute Ausgangsposition für das schwierige Jahr 2009 schaffen. Das vergangene Jahr haben die Kirner mit einem "gut" abgeschlossen. Während der Umsatz leicht auf 303,7 Millionen Euro stieg, verbesserte sich das Ergebnis vor Steuern ebenfalls leicht auf 20,2 Millionen Euro. Der Bereich Halbzeuge steuerte 219,3 Millionen Euro (+2,9 Prozent) zum Gesamtumsatz bei, der Bereich Rohrleitungsbau 85,7 Millionen Euro (- 2,2 Prozent). Im laufenden Jahr erwartet das Unternehmen aufgrund der schwierigen Marktbedingungen deutliche Umsatzrückgänge "bis auf 200 Millionen Euro". Ein positives EBITDA werde dennoch angestrebt. Um den Rückgang der Produktionsauslastung aufzufangen, hat das Unternehmen, das zur Zeit rund 1300 Mitarbeiter beschäftigt, seit dem 1. März 2009 Kurzarbeit angemeldet und sich von Leiharbeitern getrennt. Darüber hinaus werde ein stringentes Kostensenkungsprogramm eingeführt, so Moyses. Kündigungen seien vorerst zwar nicht geplant, jedoch nicht ausgeschlossen. Moyses: "Wir haben nicht vor, mit der Rasenmähermethode flächendeckend 5 bis 10 Prozent unserer Belegschaft abzubauen. Im Ernstfall prüfen wir die Schließung von Standorten, um nicht nur Personal-, sondern auch Infrastrukturkosten einzusparen."

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