Zukunftstechnologie Composites

Kunststoffland Leichtbau-Tag fördert Netzwerk

Am 26. Mai 2014 versammelten sich gut einhundert Vertreterinnen und Vertreter von Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen im Baykomm in Leverkusen. Eingeladen hatte Kunststoffland NRW zum "Leichtbau-Tag" unter dem Titel "Innovativer Leichtbau am Standort NRW". Für den Gastgeber Bayer Materialscience begrüßte Dr. Ulrich Liman die Teilnehmer.

Leichtbau-Tag (Bild: Bayer Materialscience)

Hartwig Meier, Vorsitzender des Vereins Kunststoffland NRW, erläuterte den Impuls-Charakter dieser ersten öffentlichen Veranstaltung zum Thema Leichtbau. Etwa zwei Jahre habe die Bestandsaufnahme über die verfügbaren Kompetenzen entlang der Wertschöpfungskette Kunststoff-, Faser- und Textilindustrie im Mittelpunkt der Tätigkeit der Arbeitsgruppe Leichtbau gestanden. Nun sei es an der Zeit, nach außen zu treten, um den Aufbau eines Kompetenzzentrums für den Bereich Composites und Leichtbau in Nordrhein-Westfalen mit aktiven Mitgliedern zu starten und das Thema Leichtbau auch politisch zu positionieren.

Auf der fachlichen Seite zeigte Jörg Bünker, Saertex, Einsatzmöglichkeiten von Leichtbau in bisher wenig beachteten Bereichen. Eckhard Scholten, Toho Tenax Europe, erläuterte Konzepte einer effizienten Composite-Fertigung. Dr. Frithjof Hannig und Dr. Olaf Zöllner, beide Bayer Materialscience, befassten sich mit Leichtbaulösungen auf Basis von Polycarbonaten und Polyurethanen. Über kosteneffiziente Bauteilentwicklung und -fertigung referierte Dr. Kai Fischer vom Institut für Kunststoffverarbeitung (IKV) an der RWTH Aachen.

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Neben den fachlichen Informationen standen in zwei Diskussionsrunden die Fragen nach den Chancen im Zukunftsfeld Composites durch gemeinsames Handeln sowie nach den Erfordernissen und Möglichkeiten für eine Stärkung des Leichtbaus in Nordrhein-Westfalen im Mittelpunkt.

Der Leichtbau-Tag warf Schlaglichter auf eine Vielzahl unterschiedlicher Kompetenzen in den Wertschöpfungsketten von Leichtbau und Composites in diesem Bundesland. Er zeigte Leistungen einzelner Unternehmen und ein souveränes Umgehen mit den eigenständigen Firmeninteressen und bestehendem Wettbewerb in diesem aufstrebenden Segment. Zugleich wurde der Wunsch nach Austausch untereinander, nach Möglichkeiten der Zusammenarbeit in einem Netzwerk artikuliert, um die Chancen für den Ausbau von Leichtbau und Composites zu nutzen.

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