Temperiersysteme einfacher farblich kennzeichnen

Meinolf Droege,

Farbe schafft Klarheit beim Umrüsten

Farbcodierungen an Komponenten der Temperierkreisläufe können Fehlbedienungen vermeiden und die Produktivität beim Rüsten in der Kunststoffverarbeitung erhöhen. Statt farbliche Markierungen selbst zu improvisieren, kann auf angepasste, dauerhafte Markiersysteme zurückgegriffen werden.

Temperieranschlüsse lassen sich mit Farbscheiben einfach und verwechselungssicher markieren. © Nonnenmann

Effizientes Spritzgießen erfordert eine ausgelastete und flexible Belegung der Spritzgießmaschinen. Dabei gilt es, die Rüstzeiten zwischen den einzelnen Fertigungsaufträgen möglichst gering zu halten und den Maschinenstillstand zu reduzieren. Im Rüstvorgang fehlerhaft angeschlossene oder vertauschte Temperierkreisläufe können den geplanten Produktionsablauf durcheinander bringen. Fallen diese Fehler erst im laufenden Prozess auf, kommt es zusätzlich zu Ausschussteilen und teuren Produktionsunterbrechungen.

Um diesen potentiellen Fehlerquellen entgegenzuwirken und Verwechslungen auszuschließen, bietet Nonnenmann Lösungen zur Farbcodierung der Temperierkreisläufe an. Dams soll Fehler minimieren und die Produktivität und Prozesssicherheit in der Produktion erhöhen. Durch präventives Einsetzen verschiedener Farbkomponenten bei Neuwerkzeugen und Tausch oder Einbau dieser Farbelemente bei vorhandenen Werkzeugen, lassen sich die unterschiedlichen Kreisläufe der Temperierung verwechslungsfrei kennzeichnen. Das ist besonders bei einer großen Anzahl an Kreisläufen, unterschiedlichen Vorlauftemperaturen und verschiedenen Medien sinnvoll. Lösungen zur Farbcodierung für Schläuche, Multikupplungen, Monokupplungen und für die Anschlüsse an Werkzeugen und Schott- / Verteilerplatten stehen zur Verfügung.

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Sicherheitsmonokupplung mit Farbring © Nonnenmann

Schläuche lassen sich einfach mit Farbringen markieren. Durch das einfache Aufstecken der farbigen Ringe auf die Schläuche sind sie verwechslungsfrei gekennzeichnet. Die Farbringe sind vom Durchmesser variabel und somit flexibel auf unterschiedlichen Schlauchgrößen anwendbar und bis 80 Grad Celsius Kontakttemperatur beständig. Neun Farben ermöglicht die Kennzeichnung unterschiedlichen Kreisläufe und Medien. Außerdem sind die Farbringe nummeriert. Somit ist zusätzlich zur optischen Markierung auch eine nummerische Zuordnung der Kreisläufe möglich. Die Standard-Verpackungseinheit umfasst ein Set je Farbe mit fortlaufenden Ziffern von 1 bis 6. Auf Anfrage sind weitere Nummerierungen oder Sonderkennzeichnungen möglich.

Farbige Multikupplungen können als Schnittstelle für Temperier- und Hydraulikkreisläufe dienen. © Nonnenmann

Farblich abgestimmt auf die Farbringe zur Schlauchmarkierung sind Farbscheiben zur Kupplungs- und Anschlussmarkierung und Kennzeichnung der Kreisläufe erhältlich. Die pulverbeschichteten Aluminium-Scheiben sind in vier Größen verfügbar und können passend zu den gängigen Anschlüssen und Kupplungen mit Außengewinde eingesetzt werden, zum Beispiel am Werkzeug oder an Schottplatten zur Medienverteilung.

Farbringe zur Schlauchkennzeichnung – auch mit Nummerierung – sind das einfachste Mittel um Schläuche schnell zu kennzeichnen. © Nonnenmann

Außerdem sind viele Serien und Größen der Multikupplungen gekennzeichnet in sechs Farbenlieferbar. Somit ist im Rüstvorgang eine konkrete Zuordnung maschinenseitiger- und werkzeugseitiger Multikupplungsseite gewährleistet und eine Verwechslung beim Anschließen der Temperierung sollte ausgeschlossen sein. Die farbliche Kennzeichnung ist wählbar bei Multikupplungen für Wasser- sowie Hydraulikanwendungen. Auch verschiedene Monokupplungen sind mit farblicher Markierung lieferbar.

Mit Einsatz der Farbringe, Farbscheiben und farbigen Kupplungen ist eine durchgehende und aufeinander abgestimmte Kennzeichnung und Markierung der Temperierkreisläufe von Werkzeug, Maschine und Peripherie möglich. Der Nutzen im laufenden und folgenden Prozess ist mit vergleichsweise geringem Investitionsaufwand erzielbar – Verwechslungen beim Anschließen werden ausgeschlossen und die Prozesssicherheit in der Spritzgießproduktion erhöht.

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