Geschnittener Formaufbau

Meinolf Droege,

Sicht auf das Wichtige freilegen

Spritzgießformen, die einen Blick ins Innere ermöglichen, liefern auch Fachleuten mitunter neue Erkenntnisse, zeigen realistische Lösungsmöglichkeiten für spezielle Anforderungen und können als Lehrmaterial dienen. Zum Thema „Einsatz standardisierter Komponenten“ wurde ein entsprechendes Projekt in Formen eines geschnittenen Formenaufbaus umgesetzt.

Der geschnittene Formaufbau mit vielen standardisierten Bauteilen. © Meusburger

Beteiligt waren die WBA Aachener Werkzeugbau Akademie und Normalienhersteller Meusburger. Mit Bündelung der Kompetenzen im Gemeinschaftsprojekt sollten die Standardisierungsmöglichkeiten aufgezeigt werden. Das Ergebnis ist ein geschnittener Formaufbau mit bewährten Einbauteilen und integriertem Heißkanalverteiler. Dank dem eigenen Demonstrationswerkzeugbau hat die WBA die Möglichkeit, innovative Lösungsansätze wie dieses Modell in einer Laborumgebung zu pilotieren und somit schnell für Partnerunternehmen zugänglich zu machen.

Was das Projekt einzigartig mache, sei der Blick auf das Innenleben der Form. Dort kommen Einbauteile und ein standardisierter Heißkanalverteiler von Meusburger zum Vorschein. Die spannungsarm geglühte F-Platte bildet die Grundlage für den Formaufbau und wurde von Meusburger zur Verfügung gestellt. Anschließend kümmerte sich die WBA um die Bearbeitung der Einsätze und baute das Werkzeug zusammen.

Im Mittelpunkt des Projekts stand der Standardisierungsgedanke in der gesamten Prozesskette. Durch konsequente und durchgehende Standardisierung von Produkten und Prozessen lassen sich erhebliche Zeit- und Kosteneinsparpotenziale realisieren und somit die Grundlagen für nachhaltig wirtschaftlichen Betrieb schaffen. Das beginnt beispielsweise bei der schnellen und sicheren Vorkalkulation mit Hilfe der Meusburger Aufbau-Assistenten und endet bei der Reduzierung der Neben- und Wartezeiten bei Werkzeugbrüchen.

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Die WBA, welche 2010 mit einem eigenen Demonstrationswerkzeugbau gegründet wurde, um die gesamte Prozesskette des industriellen Werkzeugbaus abbilden zu können, vertritt nach eigenen Angaben mehr als 80 Mitglieder und verbindet und unterstützt Unternehmen der Branche Werkzeugbau. In der Zusammenarbeit mit Meusburger bei diesem Projekt seien auch neue Ideen für Funktionserweiterungen generiert worden.

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