Manuelle Bedienung und moderne Features

Thermoformen – Plattenmaschine für Einsteiger

Technisch überarbeitet und mit einigen Neuheiten versehen, soll zur Fakuma eine von Hand zu beschickende Plattenmaschine auf den Markt zurückkehren und eine einfach zu bedienende, kostengünstige Alternative bieten.

Die wieder lieferbare von Hand zu beschickende Universalmaschine ist mit neuer Technologie ausgerüstet.

Vielfache Nachfrage hat Illig nach eigenen Angaben bewogen, die Vorgängergeneration der heutigen Plattenmaschine UA 100g, die über zwei Jahrzehnte lang bis 2002 gebaute UA 100Ed, wieder ins Maschinenprogramm aufzunehmen. Die durchgängig servomotorisch angetriebene prozessgeregelte und mit einer Formfläche von 960 x 560 Millimeter ausgestattete UA 100g erfülle alle Anforderungen hinsichtlich Flexibilität, Taktzahl und Produktqualität. Dennoch hätten speziell Lohnverarbeiter, Aus- und Weiterbildungseinrichtungen, beschützende Werkstätten, aber auch Materialhersteller und Werkzeugbauer den Wunsch nach der in großer Stückzahl noch im Einsatz befindlichen einfach zu bedienenden, aber leistungsfähigen Standardmaschine geäußert. Mit der Neuauflage haben sie den Vorteil, ihre vielen, für diese Maschine konzipierten und gebauten Werkzeuge alle weiterhin ohne Änderung verwenden zu können.

Verfügbar ist die aufgrund der mittlerweile geänderten Produktionsbedingungen und heutigen Sicherheitstechnik überarbeitete Maschine ausschließlich als Grundmaschine ohne Ausbaustufen-Varianten. Als Erweiterung stehen zwei Ausstattungsoptionen zur Verfügung: Ein zusätzlicher Obertisch und die sogenannte Losteil-Steuerung, die für das Entformen von Formteilen mit stärkeren Hinterschneidungen erforderlich ist. Weitere, in der heutigen Maschinengeneration umgesetzte Neuerungen enthalten unter anderem eine leistungsfähige Vakuumpumpe, verstärkte Kühlgebläse mit vier verstellbaren Luftaustrittstutzen, je zwei auf Bedien- und Gegenbedienseite, sowie keramische Infrarotstrahler zum Aufheizen des Halbzeugs auf Umformtemperatur. Statt der ehemals eingesetzten weißen FSR-Strahler kommen jetzt HTSs-Strahler mit schwarzer Spezialglasur zum Einsatz, die einen um bis zu 30 Prozent geringeren Energieverbrauch verursachen sollen.

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Neu ist auch die SPS-Steuerung mit einem hochauflösenden TFT-Bildschirm und der aktuelle Illig-Bedienoberfläche. Für die manuelle Bedienung der Maschine steht eine kompakte Bildschirmseite für alle Handfunktionen einschließlich Statusanzeige zur Verfügung. Auf der "Auto"-Bedienseite sind die wichtigsten Einstelldaten zusammengefasst, so dass ein Maschinenbediener während der Produktion keine weiteren Bildschirmseiten öffnen muss ¿ für den Maschineneinrichter stehen weitere Seiten zur Verfügung.

Zentrale Kühlluftzufuhr

Bei der zentralen Kühlluft-Zuführung wird die zur Formteilkühlung benötigte Kühlluft nicht wie im bisherigen Standard aus der aufgeheizten Umgebungsluft im Oberbau der Maschine angesaugt, sondern aus definierten, kühleren Bereichen, etwa in Höhe des Maschinenbetts oder von außerhalb der Produktionshalle. Bei wechselnden klimatischen Bedingungen in der Produktion führte die bisherige Praxis insbesondere in heißen Sommermonaten immer wieder zu Problemen bei der Prozessführung, der Produktivität und der Produktqualität.

Das gesteuerte Ansaugen von Kühlluft mit annähernd gleichmäßig niedriger Temperatur mit der neuen Technik führe selbst bei höheren Temperaturen in der Produktionshalle zu kürzerer Kühlzeit, dadurch zu gesicherten Taktzeiten mit besserer Reproduzierbarkeit des Kühlprozesses. Kältere Kühlluft erlaube meist auch eine Absenkung der Werkzeugtemperatur, was die Verkürzung der Kühlzeit und damit Verkürzung der Taktzeit zusätzlich unterstütze ¿ und eine verkürzte Taktzeit führe gleichzeitig zur Reduzierung des Energieverbrauchs der Thermoformmaschine insgesamt.

Die neue zentrale Zuführung der Kühlluft gibt es auch mit einer Abdeckung oberhalb der Formstation mit integriertem Stutzen zum Anschluss einer Absaugeinrichtung. Auf diese Weise lassen sich die Ausdünstungen, die beim Aufheizen des Halbzeugs entstehen, kontrolliert abführen. Das trage - zusätzlich zum stabilen Formprozess - zur Verbesserung des Raumklimas in der Produktionshalle bei.

Fakuma, Halle A3, Stand 3208

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