Lackierroboter IRB 5400

Flügel im Wind

Bei der Herstellung von Rotorblättern für Windkraftanlagen leisten Lackierroboter gute Dienste.

Denn die Oberfläche eines Rotorflügel, der später mal im Wind enormen Belastungen unterworfen sein wird, ist für die Effizienz der Windkraftanlage ein durchaus kritischer Faktor. Im Vergleich zum Handlackieren bietet da das mit Robotern automatisierte Lackieren eine Menge Vorteile. Manuelles Lackieren mit Spritzpistolen ergibt einen ungleichmäßig dicken Auftrag, unvermeidbare Übergänge und häufig auch Fehlstellen. Weil die Beschichtung neben dem Oberflächenschutz gegen Witterungseinflüsse auch den wichtigen Verschleißschutz gewährleisten muss, resultieren aus ungleichmäßigen Beschichtungen vorzeitiger Verschleiß und hohe Folgekosten. Also her mit dem Roboter. Beispielsweise mit dem Lackierroboter IRB 5400 von ABB. Laut Hersteller ist er für genau solche Aufgaben prädestiniert.

In der Praxis sieht das dann so aus: Mehr als 70 Meter lang können die Rotorflügel hochleistungsfähiger Windenergieanlagen heute sein. Entsprechend muss die Länge der dafür erforderlichen Lackierkabinen über 70, ihre Breite ca. fünf und die Höhe acht bis neun Meter sein.
Auf jeder Seite des liegend angeordneten Flügels reicht eine Führungsbahn über dessen gesamte Länge. Steuerungstechnisch ist sie die 7. Achse des auf ihr verfahrenden Roboters mit seinen sechs Achsen. Die Reichweite der beiden eingesetzten Roboter beträgt jeweils bis zu 3,1 Meter. So können sie von beiden Seiten alle Bereiche des Flügels bequem erreichen. Auf die gereinigten, gespachtelten und geschliffenen Oberflächen wird zuerst ein mehrere zehntel Millimeter dünnes Gelcoat als Grundbeschichtung aufgetragen.

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Nach dem Trocknen bei ca. 60 Grad Celsius in der Lackierkabine erfolgt das Auftragen des Topcoats. Im Anschluss an das Trocknen ist der Flügel ohne jede weitere Nacharbeit transport- beziehungsweise montagefertig. Mehr zu dem eingesetzten Roboter über unser Stichwort.

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