Montageabdeckungen (AER)

Sicher durch die Werkshalle

Montageabdeckungen aus Polyolefin-Schaumstoff und Folie schützen
Aufgrund der aufeinander abgestimmten mechanischen Eigenschaften von Deckschicht und Schaumstoff lassen sich auch sehr komplexe Konturen problemlos herstellen.
Lack- und Karosserieschäden schon in der Fertigung verursachen teure Nacharbeit. Dagegen schützt der Hersteller den Vauxhall Astra in der britischen Produktion mit Abdeckungen aus einem Polyolefin-Schaumstoff.

Car Body Protection Panels, so die interne Bezeichnung der Abdeckungen, sollen die ansonsten häufig auftretenden kleinen Schäden bei der Fahrzeugmontage verhindern. Der Montageschutz besteht aus einem Folien-Schaumstoff-Laminat: Die widerstandsfähige Folie bremst einen starken Aufprall ab, ohne durchstoßen zu werden. Zusätzlich absorbiert der Polyolefin-Schaumstoff weitere Energie. Die verschiedenen Abdeckungen fertigt das Unternehmen AER Stafford exakt entsprechend den vorgegebenen Konturen. Spezielle Fixierungen sollen garantieren, dass sie nicht verrutschen. Auf diese Weise schützen sie den Lack oder empfindliche Oberflächen im Fahrzeuginnenraum optimal vor schweren oder scharfkantigen Werkzeugen. Der Montageschutz lässt sich mehrfach verwenden und wird auch bei anderen europäischen Automobilherstellern eingesetzt.

Das neue High-Tech-Panel löst in Werkshallen traditionelle Fahrzeugabdeckungen ab. „Unsere Kunden schätzen besonders die weiche Innenseite aus Schaumstoff, die den Schutz von empfindlichen Oberflächen erhöht“, erläutert John Brogden, Projektmanager bei AER Stafford. Das Unternehmen bezeichnet sich als einen der führenden Hersteller von Montageschutz-Systemen in Großbritannien. Der von Sekisui Alveo verwendete Schaumstoff Alveolit bietet eine geschlossene Zellstruktur und eine beidseitige Schäumungshaut. Die eingeschlossenen Luftbläschen erschweren die Komprimierung des weichen Schaumstoffs. Wenn beispielsweise bei der Montage ein Mitarbeiter sich auf der Abdeckung abstützt, wird der Schaumstoff nicht vollständig zusammengedrückt. Das verhindert, dass die harte Folie direkt auf der zu schützenden Oberfläche aufliegt und Schäden verursacht. Zusätzlich kann aufgrund der beidseitigen Schäumungshaut – anders als bei gespaltenen Schaumstoffen wie Polyurethan, EPDM oder Polyolefin-Blockschaum – kein Staub in die Zellen eindringen, der später beim Kontakt mit lackierten Oberflächen Kratzer verursachen können.
Neben dem vernetzten Polyolefin-Schaumstoff besteht das Laminat aus einer bis zu 2,5 Millimeter dicken, transparenten Deckschicht. Beide Komponenten sind ohne Einsatz von Klebstoff thermisch gefügt. Der Hersteller von Polyolefin-Schaumstoffen liefert den gesamten Laminatkomplex aus einer Hand und senkt damit für weiterverarbeitende Unternehmen den Arbeits- und Zeitaufwand. Aufgrund der aufeinander abgestimmten mechanischen Eigenschaften von Deckschicht und Schaumstoff eignet sich das Laminat gut zum Vakuumformen. Auch komplexe Konturen lassen sich herstellen. Nach dem Tiefziehen werden die Komponenten geschliffen, gefräst oder in Form geschnitten. „Unsere Schutzabdeckungen werden bei den meisten britischen Automobilherstellern in der Produktion eingesetzt“, erklärt John Brogden. Thomas Ross, Market Manager bei Sekisui Alveo ergänzt: „Wir arbeiten bereits gemeinsam an weiteren Lösungen, beispielsweise für Wohnwagenhersteller, den Schiffsbau und die Verpackungsindustrie. Die Abdeckungen bieten für den gesamten Montage- und Logistiksektor zahlreiche Einsatzmöglichkeiten.“

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