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Shadow-CardsShadowcards billiger produzieren

Neue Produktionsart ermöglicht kostengünstige Herstellung
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Shadow-Cards: Shadowcards  billiger produzieren
Optische und fühlbare Hervorhebungen auf Plastikkarten lassen sich mit einem neuen Produktionsverfahren realisieren, das die Kosten um rund 75 Prozent drücken soll.

Bei der Shadowcard werden einzelne Bereiche einer Plastikkarte – Text oder Bildelemente – optisch und fühlbar hervorgehoben. Das eröffnet einen breiten grafischen Gestaltungsspielraum: Bestimmte Motive oder Werbebotschaften können diskret hervorgehoben oder in den Hintergrund gebracht werden. Durch das wertvollere Erscheinungsbild und den 3D-Effekt heben sich die Shadowcards von den klassischen Kartenprodukten ab. Kundenkarten, Clubkarten, Eintrittskarten oder Mitgliedsausweise werden zudem fälschungssicherer, da diese Technik mit den gängigen Druckautomaten für die Herstellung von Ausweiskarten nicht simuliert werden kann.

Verschiedene Lackschichten im Siebdruckverfahren

Für die neue Technik wird die Basiskarte zunächst matt laminiert und im Anschluss Glanzlack aufgebracht. Hierfür werden keine eigenen Pressbleche benötigt. Es kommen Standardplatten zum Einsatz, was die Fixkosten deutlich senkt. Nachträglich wird auf die fertige Oberfläche Siebdruckeffektlack aufgebracht. Dies geht im Gegensatz zum alten Verfahren nicht nur transparent, sondern komplett farbig.

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Mit diesen verschiedenen Lackschichten kommt der Effekt der Shadowcards zustande. Und da das neue Verfahren die teure Produktion verschiedener Laminierplatten erübrigt, wird die Shadowcard auch für kleinere und mittlerer Auflagen attraktiv: Die Produktionskosten liegen, so der Verfahrensanbieter, rund 75 Prozent niedriger als bisher.

Die Shadowcard bietet Kunden besondere Gestaltungsmöglichkeiten. Allerdings ist die korrekte Anlage der Druckdaten sehr komplex. Deshalb ist es sinnvoll, im Vorfeld – also vor der eigentlichen Kreation der Karte – mit den Experten zu klären, wie man das gewünschte Ergebnis am besten erzielen kann.

Die bisherige Produktionstechnik

Bereits 2004 hatte Manhillen Drucktechnik ein neues Produktionsverfahren entwickelt, mit dem Elemente einer Kartenseite durch Matt-Glänzend-Laminierung verschiedenartig dargestellt werden können. Um den Matt-Glänzend-Effekt zu erreichen, ist allerdings eine aufwändige und deshalb teure Produktion verschiedener Laminierplatten für die unterschiedlichen Oberflächenstrukturen notwendig. Für die Produktion der EU-Führerscheine wird diese alte Technik beispielsweise eingesetzt. Für Herausgeber von Kundenkarten sind die Kosten vor allem bei kleineren und mittleren Auflagen aber häufig zu hoch. Das bisherige Laminierverfahren wird deshalb mit der neuen kostengünstigeren Methode ersetzt.

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