Toptex 5000

Laserbeschriftung von Elektrowerkzeugen

Eine Laser-Beschriftungsanlage löste die bisherige Kennzeichnung der Metabo-Elektrowerkzeuge mit laminierten Thermotransfer-Etiketten ab.

Professionelle Elektrowerkzeuge produziert der konzernunabhängige Vollsortimenter Metabo mit Stamm- und Hauptsitz im süddeutschen Nürtingen. 373 Mio. Euro Umsatz in 2008, rund 80 Prozent Exportanteil mit Verkauf in über 100 Ländern, etwa 2400 Mitarbeiter sowie Produktionsstandorte in Deutschland, Frankreich und China sind die Eckdaten.

Seine Werkzeuge kennzeichnete Metabo bisher mit im Thermotransfer bedruckten Etiketten. Ein zusätzliches transparentes Laminat sorgte für den Schutz des variablen Drucks. Das Unternehmen Topex aus dem ebenfalls schwäbischen Erkenbrechtsweiler entwickelte eine alternative Lösung zur direkten Kennzeichnung unterschiedlicher Werkzeuggehäuse und Baureihen auf Basis des Trumpf-Lasers Trumark 3020.
Diese Konzeption wurde bereits für mehrere Metabo Baureihen in den Werken in Nürtingen und China umgesetzt. Die Anlagenkonzepte sind jeweils auf die einzelnen Elektrowerkzeuge abgestimmt. Bedingt durch die unterschiedlichen Gehäusegeometrien unterscheiden sich die Werkstückaufnahmen und die Einbaulage des Beschriftungslasers. Für die Heckenscherenbaureihe wurde ein Werkstückträger-Wechselsystem konzipiert, da auf dieser Anlage zwei Gehäusevarianten verarbeitet werden.

Alle Baureihen gemein ist der grundsätzliche Ablauf innerhalb der Station: Der Anlagenbediener legt das Werkzeug in die Werkstückaufnahme, die automatische Schutztür schließt, das Werkzeug wird pneumatisch fixiert. Vor Freigabe des Beschriftungsprozesses fragt die Anlagensteuerung zwei Prüfschritte ab. Sind diese in Ordnung, folgt die Übergabe der Beschriftungsdaten und im Anschluss die Beschriftung der ersten Gehäuseseite. Anschließend wird das Werkzeug schrittmotorisch in die zweite oder eventuell dritte Beschriftungsposition gedreht und beschriftet. Danach öffnet die Schutztür und das Werkzeug wird manuell entnommen. Die Steuerung der mechanischen Abläufe innerhalb der Station und die Anbindung per Ethernet an das übergeordnete Metabo-Netzwerk übernimmt eine Siemens S7-300. Innerhalb der Station sind die einzelnen Antriebseinheiten über Profibus vernetzt.

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Mit dieser Lösung wird nicht nur eine sehr robuste Beschriftung erzielt, es sind auch von Produkt zu Produkt unterschiedliche Kennzeichnungen möglich, deren Information direkt aus dem übergeordneten Netzwerk stammen. Zudem müssen keine großen Mengen Etiketten mehr vorgehalten werden.

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