Intec und Z 2013

Z und Intec kommen im nächsten Frühjahr wieder im Doppelpack

"Positive Signale"
Seit fünf Jahren finden die Messen Zuliefermesse Z und Intec als Duo statt. Mit Erfolg, denn sowohl Aussteller- als auch Besucherzahlen sind seither gewachsen. Die einst regionale Leistungsschau zum überregional beachteten Ereignis avanciert. Wer seinen Absatzmarkt im Osten Deutschlands und darüber hinaus sucht könnte in Leipzig fündig werden. Dr. Deliane Träber, Geschäftsbereichsleiterin bei der Leipziger Messe, sieht für die kommende Veranstaltung gute Potenziale und weiter ordentliches Wachstum.

Frau Dr. Träber, in etwa einem Dreivierteljahr findet die Messekombination aus Z und Intec das nächste Mal statt. Wie ist der aktuelle Stand der Vorbereitungen? Dr. Träber: Die Vorbereitungen laufen sehr gut. Unser Ziel ist es, hier in Leipzig wieder eine erfolgreiche Plattform für insgesamt gut 1400 Aussteller bei Z und Intec zu schaffen. Wir rechnen sogar mit einem Wachstum gegenüber der letzten Veranstaltung vor zwei Jahren. Noch vor der Sommerpause haben wir mit der Hallenaufplanung für die Intec begonnen. Ein deutliches Zeichen, dass die Nachfrage sehr groß ist. Die Anmeldungen zur Z kommen aufgrund eines differenzierteren Marketingverhaltens verstärkt im Herbst, aber auch hier liegen wir beim Anmeldestand gut im Rennen.

Welche Gründe sehen Sie für die positive Entwicklung? Gibt es Besonderheiten in Ihrem Umfeld? Dr. Träber: Wir als Messeveranstalter in Leipzig bieten unseren Ausstellern aus den Branchen Zulieferindustrie und Maschinenbau einen kräftig wachsenden Markt hier in Ostdeutschland, der gleichzeitig überregional deutlich an Reichweite zulegt. Vor allem in Mitteldeutschland sind der Maschinenbau und die Autoindustrie in den vergangenen Jahren wieder erstarkt. Gleichzeitig hat sich eine leistungsfähige Zulieferindustrie entwickelt. Deshalb konnte unsere Messe entsprechend wachsen und sich etablieren. Wir haben dem Duo Z/Intec als der bedeutendsten Investitionsgütermesse in Ostdeutschland ein attraktiveres Profil gegeben und nicht zuletzt auch mit dem Zweijahres-Rhythmus auf den Messemarkt reagiert – obwohl die Zulieferfirmen zur Auftragsgenerierung durchaus beim jährlichen Rhythmus geblieben wären. Als Industriemesse-Doppel sind wir sehr breit aufgestellt und bilden ein weites Themenspektrum ab. Das hat Aussteller und Besucher überzeugt.

Welche Themen aus dem Kunststoffbereich prägen die Z? Dr. Träber: Zulieferer für Kunststofftechnik und -verarbeitung gehören natürlich traditionell zum Portfolio der Z. Die Kunststoffbranche ist in Mitteldeutschland zu einer der größten Branchen überhaupt gewachsen. Zahlreiche Zulieferer für diese Bereiche aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen sind seit Jahren Stammaussteller unserer Messe. Das Ausstellungsspektrum wird maßgeblich beeinflusst durch die Abnehmerbranchen. So sind hier sowohl Werkstoffe und Halbzeuge als auch spezielle Produkte, innovative Werkzeuge und der Formenbau zu finden, Anbieter von Dienstleistungen ebenso wie Lohnfertiger.

Gibt es Themenschwerpunkte, die Sie zur nächsten Messe besonders fokussieren werden? Dr. Träber: Besonders wichtig ist der Zuliefererbereich im Zusammenhang mit der Suche nach neuen Lösungen. Hier spielt beispielsweise die Automobilindustrie eine große Rolle, eine der Schwerpunktbranchen der Z. Vor allem neue Fahrzeugtypen erfordern leichtere Bauweise und damit verbunden den Ersatz von Metallteilen und -komponenten durch Kunststoffprodukte. Dafür braucht es innovative Zulieferer und die finden Sie auf der Z. Aus diesem Grund sind wir aber auch bestrebt, den Kunststoffbereich weiter auszubauen und gehen besonders aktuelle Themen auch zusätzlich im Fachprogramm an. 2013 werden wir außerdem eine Sonderschau mit unserem Partner, dem Institut für Leichtbau und Kunststofftechnik in Dresden ILK, realisieren, die sich mit dem Schlüsselthema der Bearbeitung neuer Materialien befasst. Kurzum: Die Messekombination aus Z und intec ist auch 2013 wieder für die Kunststoffbranche äußerst interessant.

Sie weisen daraufhin, dass die Z international aufgestellt ist. Wie wird sich das im kommenden Jahr zeigen? Dr. Träber: Zur Z kommen schon seit Jahren mehr als 30 Prozent der Aussteller aus dem Ausland und davon die Hälfte aus Osteuropa, hauptsächlich aus Tschechien, Polen und Rumänien. In diesen Ländern ist die Z sehr bekannt und anerkannt. So wird es auch im kommenden Jahr hier viele Gemeinschaftsbeteiligungen geben, weil die Zulieferindustrie von der Außenwirtschaft der Länder, zum Beispiel Tschechien, als besonders wichtig eingestuft wird. Die Z ist aber auch hinsichtlich der Besucher sehr international. Traditionell reisen Fachbesucher vor allem aus den angrenzenden Ländern an, aber die Ausstrahlung reicht auch darüber hinaus. So sind für 2013 erneut Unternehmerdelegationen aus Russland und der Türkei angekündigt.

Was unternehmen Sie, um junge Menschen aufs Leipziger Messegelände zu bringen und sich für industrielle, technische Themen zu interessieren? Dr. Träber: Für junge Leute gibt es seit 2008 einen Studententag mit einem umfangreichen Angebot. Am letzten Messetag, am Freitag, veranstalten wir mit unserem Partner, der Verbundinitiative Maschinenbau Sachsen (Vemas), eine Podiumsdiskussion mit anschließender Jobbörse. Hier können die angehenden Fachleute mit Unternehmen, vor allem Ausstellern der Messe, Kontakte knüpfen, Gespräche führen und Praktikumsangebote annehmen. Diese Treffen sind ein direkter Kommunikationsweg zwischen qualifizierten Absolventen der regionalen Universitäten und Hochschulen mit der Wirtschaft.

Welches Messe-Highlight dürfte Besucher und Aussteller besonders interessieren? Dr. Träber: Neben der schon erwähnten Sonderschau wird auf jeden Fall die Innovationsschau der Z interessieren. Hier zeigt die ausstellende Zulieferindustrie ihre Neuheiten. Genauso wichtig ist der Intec-Preis, der im Rahmen der Eröffnungsveranstaltung vergeben wird: Er geht nach einem vorausgegangenen Wettbewerb für herausragende innovatorische Leistungen an Aussteller der Intec.

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