Plast-Szene

I Ehrgeizige Ziele stellte die Coperion-Unternehmensleitung am Rand der Kundenveranstaltung Open House Ende Januar 2009 vor: Nachdem die Zusammenführung der Coperion Werner & Pfleiderer und Coperion Waeschle mit der Umbenennung zum einheitlichen Namen Coperion GmbH Ende 2008 weitgehend abgeschlossen ist, besteht die interne Organisation aus den drei Competence Centern Compounding Extrusion, Material Handling und Service. Für alle sieht Wolfgang Pöschl, Leiter des Geschäftsbereichs (COO) Compounding, günstige Perspektiven. Für das Gesamtunternehmen erwartet er in den nächsten zwei bis drei Jahren ein von derzeit rund 600 Mio. auf 800 Mio. Euro steigenden Umsatz. Der zusätzliche Umsatz soll sich zumindest in den Größenordnungen gleichmäßig auf die drei Competence Center verteilen. Erreichen werde man das wohl überwiegend durch Zukäufe von Unternehmen, die das eigene Portfolio ergänzen. Zukäufe strebt man weniger im Kerngeschäft Extruder an, hier sieht er das Unternehmen mit den eigenen Produkten und denen der eigenen Gruppe einschließlich Keya gut aufgestellt. Verstärkung wird man sich demnach wohl eher in den vor- und nachgelagerten Bereichen des Extruders suchen. Außerdem habe man auch Technologien und Unternehmen im Blick, die nicht direkt der K-Industrie zuzuordnen seien.

Wachstumsimpulse erwartet Wolfgang Pöschl beispielsweise aus der derzeit schwächelnden Automobilindustrie: So werden beispielsweise die aktuellen Entwicklungen der Antriebskonzepte auch neue Kunststoffe erfordern und damit den Bedarf an innovativen Extrusionstechnologien stärken. Außerdem sieht Wolfgang Pösch im Bereich Service ein attraktives Geschäftsfeld, da nicht nur Ersatzteile geliefert werden, sondern attraktive Modernisierungen anbiete, auch in Sachen Steuerungstechnik.
Das Interesse scheint groß zu sein: Zum Open House kamen mehr als 170 Besucher plus eine ganze Reihe von Pressevertretern – und damit eine unerwartete Anzahl an Besuchern, die sogar eine kurzfristige Erweiterung der Tagungskapazitäten erforderten.

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