PVC und Recycling

Erstes Vinylplus Nachhaltigkeitsforum Deutschland

Anfang Juli lud die Arbeitsgemeinschaft PVC und Umwelt (AGPU) zu ihrer Mitgliederversammlung und zum ersten VinylPlusNachhaltigkeitsforum Deutschland ein. Rund 60 Teilnehmer aus der PVC-Branche informierten sich im Collegium Leoninum in Bonn aus erster Hand über die Aktivitäten und Fortschritte des Nachhaltigkeitsprogramms VinylPlus auf europäischer und nationaler Ebene und diskutierten im Anschluss darüber, wie Ressourcen geschont und die Akzeptanz des PVC-Recyclings gesteigert werden kann.

Rund 60 Mitgliedsunternehmen hat die AGPU entlang der Wertschöpfungskette der PVC-Verarbeitung. © AGPU

„Der Grund für den Erfolg von VinylPlus ist das Engagement der gesamten Wertschöpfungskette, bei dem Hersteller und Verarbeiter mit Recycling-Unternehmen zusammenarbeiten. Um weitere Erfolge zu erzielen, wollen wir die Kooperation mit unseren Partnern verstärken und neue identifizieren“, betonte der Vorsitzende Stefan Sommer. „In Deutschland hat die AGPU gemeinsam mit ihren rund 60 Mitgliedsunternehmen schon früh auf Kreislaufwirtschaft und Recycling gesetzt und so die Weichen für ressourcenschonende Materialkreisläufe gestellt und dafür gesorgt, dass PVC ein Vorreiter beim Thema Nachhaltigkeit ist“, so der AGPU-Vorstandsvorsitzende Oliver Mieden. Auch Geschäftsführerin Brigitte Dero zeigt sich überzeugt, dass die PVC-Industrie vor 20 Jahren mit der freiwilligen Selbstverpflichtung und ihrem Nachhaltigkeitsprogramm alles richtig gemacht hat: „Mit einer Recyclingmenge von rund 740 000 Tonnen hat die Branche im letzten Jahr wieder einen neuen Rekord erreicht. Durch VinylPlus wurden seit 2000 insgesamt fünf Millionen Tonnen PVC recycelt und zehn Millionen Tonnen des Klimagases CO2 eingespart“. Insgesamt habe die europäische PVC-Branche in dieser Zeit mehr als 110 Millionen Euro in Nachhaltigkeit investiert.

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„Mit dem neu eingeführten VinylPlusProduct Label sind bereits 43 Systeme der acht größten europäischen Fensterprofilhersteller ausgezeichnet“, betonte Stefan Eingärtner, Technischer Direktor. Das Nachhaltigkeitszeichen wurde gemeinsam mit dem Building Research Establishment (BRE) und The Natural Step (TNS) entwickelt und kann für ein PVC-Produkt oder eine Produktgruppe verwendet werden. Zu den Kriterien gehören unter anderem die verantwortungsvolle Beschaffung von Rohstoffen und Additiven, geschlossene Materialkreisläufe und Recycling, eine nachhaltige Energiestrategie sowie Anforderungen an das Prozessmanagement. Damit seien nachhaltige PVC-Produkte für Einkäufer in Unternehmen leicht zu erkennen.

Die AGPU ist seit 2017 als assoziiertes Mitglied von VinylPlus unmittelbar mit dem europäischen Nachhaltigkeitsprogramm verbunden.

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Der Branchenverband hat nach eigenen Angaben rund 60 Mitgliedsunternehmen entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Der Verband bündle das Wissen vieler Experten und fördert dessen Austausch. Durch stetige Beobachtung von Medien und Gesetzgebung fungiere er zudem als „Radar der Branche“. Seit 2017 ist die AGPU assoziiertes Mitglied von VinylPlus, dem Nachhaltigkeitsprogramm der europäischen PVC-Branche.

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