Desktop-Prüfstand für Funktions- und Belastungstests

Annina Schopen,

Prüfstand zum Mitnehmen

Mit der neuen Industrial-Desktop-Variante seiner Smarttester-Reihe bietet Inotec ein kompaktes Prüfstandsystem zur einfachen Konfiguration mechanischer und mechatronischer Produkttests. Vor allem die Hersteller kleiner Verbindungs- und Befestigungselemente aus technischen Kunststoffen zeigen daran wachsendes Interesse.

Typischer Fall für den Smarttester ID: platzsparend konfiguriertes Prüfstands-Szenario zum Testen einer Steckkontakt-Verbindung an einem Elektrogerät. © Inotec

Seit der Erstvorstellung der Industrial-Desktop-Variante des Smarttesters Ende 2021 sind es vor allem Hersteller von Verbindungs- und Befestigungselementen aus Kunststoff, die ihr Interesse an der neuen Prüfstandlösung von Inotec bekunden. Geschäftsführer Rüdiger Grundt wundert das nicht, denn ihm zufolge bietet das portable und platzsparende Komplettsystem „geradezu ideale Voraussetzungen, um Funktionsteile wie Clips, Klemmen, Steckkontakte und Scharniermechaniken aus Kunststoff und Kunststoff-Metall-Verbunden bereits im Frühstadium der Entwicklung ersten dokumentierbaren Belastungs- und Funktionstests zu unterziehen“. Richtwert für die möglichen Bauteile-Dimensionen sind die Abmessungen 20 x 20 cm.

Als dritte Variante des modularen Prüfstandsystems sei die kompakte ID-Ausführung für Konstrukteure, Entwickler, Prüftechniker und Qualitätssicherer attraktiv, die aufgrund der kleinen Dimensionen ihrer Bauteile oder Produkte keine große Aufspannplatte benötigen. Denn beim Einsatz des Smarttester ID lassen sich die erforderlichen Prüf- und Automationsaufbauten – etwa für Zug- und Druck-Versuche mit Verbindern und Steckern – auf jeder beliebigen Schreibtisch- oder Werkbankfläche installieren. Ergänzend hierzu stellt Inotec dem Anwender dafür seinen Mechanik-Baukasten Smarttester Mechanics mit verschiedenen Montage-, Positionierungs- und Installationselementen zur Verfügung.

Anzeige

Wachstumsfähiger Würfel

Der Smarttester ID ist als tragbares Tischgerät im Würfel-Design (400 x 400 x 400 mm) gestaltet. Er wird an eine 230-V-Steckdose angeschlossen, hat vier interne Steckplätze für funktionelle Erweiterungsmodule und einen frei positionierbaren Touchscreen zur Anzeige der grafischen Bedienoberfläche. Zur Grundausstattung gehören ein Netzwerkanschluss und mehrere USB-Schnittstellen. „Das Gehäuse ist so ausgelegt, dass sich weitere Zubehörelemente und Anbauten daran befestigen lassen. Da es außerdem Teil des innovativen Kühlkonzepts ist, arbeitet der Smarttester ID erstaunlich leise“, sagt Firmenchef Rüdiger Grundt.

Passend zum Smarttester ID bietet Inotec ein System an Aufspannplatten, deren Größe sich konfigurieren und erweitern lässt. © Inotec

Optional erhältlich ist ein passendes System an Aufspannplatten (Nut 8 / Raster 40 mm), deren Größe sich konfigurieren und erweitern lässt. Darüber hinaus bietet der Hersteller die Möglichkeit, die Prüfstand-Lösung branchenspezifisch mit drei verschiedenen Technologie-Kits zu bestücken. Das Kit 1 enthält Anschlüsse für zwei elektrische Achsen und zwei DMS-basierte Sensoren zur Kräfte- und Momente-Ermittlung sowie zusätzlich zwei digitale Eingänge. Das Kit 2 dient als Allrounder zum Anschluss von zwei pneumatischen Aktuatoren. Das Kit 3 bietet Ports für bis zu drei (zweifach wirkende) Aktuatoren mit Schlauchverbindungen (ø 6 mm). Des Weiteren lassen sich zwei digitale Sensoren für einfache Abfragen und Abläufe anschließen.

Der Mini-Prüfstand gehört steuerungs- und softwaretechnisch zur Smarttester-Systemwelt. Das heißt: Er ist aufwärtskompatibel zu den großen Tisch- und Rackversionen. Der Ausbau erfolgt über ein Zusatzmodul, das auf den Basiswürfel des ID aufgesetzt wird und zahlreiche Erweiterungsfunktionen bietet. „Darüber ist dann die Kombination mit allen Smarttester-Technologie-Modulen unserer aktuellen C-Baureihe möglich, die sich ebenfalls durch ein kompaktes Gehäuse auszeichnet und speziell auf die Anforderungen des ID-Systems ausgelegt wurde“, erläutert Rüdiger Grundt. Zur erweiterten Auswahl der Optionen gehören dann elektrische und pneumatische Aktuatoren, Sensoren, Aufspannplatten sowie nach Kundenwunsch angefertigte Aufnahmen, Verbinder und Mechaniken. Die Auslieferung des Systems erfolgt stets betriebsbereit und inklusive Handbuch und Betriebsanleitung.

Robotereinsatz möglich

Zum Testen und Prüfen wesentlich größerer Werkstücke, Baugruppen und Geräte eignen sich die bereits erwähnten stationären Tischmodelle und die mobile Rackvariante. Auch bei diesen Systemen folgt alles den Prinzipien der Modularität und Flexibilität. Daher lassen sich damit eine Vielzahl ganz unterschiedlicher Prüfszenarien für mechanische und elektromechanische Funktions- und Belastungstests realisieren. Basierend auf dem Grundaufbau und der Energieversorgung kann der Nutzer hier mit Modulen aus Antriebs- und Steuerungstechnik, Mess- und Sensortechnik, Linear- und Profiltechnik sowie der elektrischen und pneumatischen Stell- und Positioniertechnik nahezu jede prüftechnische Peripherie verwirklichen. Auch die Spannmittel-Kits, Sicherheitselemente und etliche Zubehörpakete von Inotec stehen ihm dafür zur Verfügung. „Selbst die kollaborierenden Roboter von Universal Robots lassen sich einbinden“, sagt Rüdiger Grundt.

Anzeige

Das könnte Sie auch interessieren

Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige
Anzeige

Inoex-Systeme

PE-Rohre mit Radartechnologie vermessen

Shandong Shengbang Plastic wurde 1994 gegründet und ist einer der ersten PE-Rohrhersteller in China mit zwei großen Produktionsstätten in Dongying und Xian. Alle Extrusionsanlagen von Shengbang stammen von Battenfeld und Krauss Maffei und sind mit...

mehr...

Newsletter bestellen

Immer auf dem Laufenden mit dem Kunststoff Magazin Newsletter

Aktuelle Unternehmensnachrichten, Produktnews und Innovationen kostenfrei in Ihrer Mailbox.

AGB und Datenschutz gelesen und bestätigt.
Zur Startseite