Cloudrunner

Wolkigkeit von Effektlacken objektiv messen

Ein Gerät zur effizienten Prüfung von Wolkigkeit von Effektlacken soll die subjektiven und von vielfältigen Umgebungsbedingungen beeinflussten Prüfergebnisse durch ein objektives Messergebnis ersetzen.

Effektlackierungen erfreuen sich breiter Beliebtheit in der Automobilindustrie. Die effektgebenden, plättchenförmigen „Flakes“ verhalten sich jedoch sensibel.Ein besonders bei hellen Metallictönen auffälliges Problem – oft Wolkigkeit oder Mottling genannt – äußert sich in unregelmäßigen Flecken variierender Helligkeit. Sie können sowohl von der Lackformulierung, als auch von Schwankungen im Applikationsprozess herrühren. Ursachen sind zum Beispiel Fehlorientierung der Metallicflakes oder Schichtdickenvariationen des Basislacks. Vor allem an großflächigen Fahrzeugteilen fallen solche Wolken störend auf. Daher ist es erforderlich, die Oberfläche über einen großen Probenbereich zu prüfen. Wolkigkeit wird bislang weitgehend visuell beurteilt, die Ergebnisse sind jedoch stark vom Prüfer und den Lichtverhältnissen beeinflusst.

Für die Produktionskontrolle und -optimierung werden objektive Messdaten benötigt, die auch eine Toleranzdefinition ermöglichen. Hierfür hat BYK-Gardner ein Handgerät entwickelt, mit dem sich große Flächen schnell prüfen lassen sollen. Mit dem Cloudrunner wird die Oberfläche über eine definierte Strecke unter verschiedenen Detektionswinkeln simultan gemessen, denn die Sichtbarkeit der Wolken hängt auch von der Betrachtungsrichtung ab. Das Messsignal wird nach Wolkengröße gefiltert und ein Wolkigkeitsindex wird gebildet. Damit sind Unterschiede leicht ersichtlich und es können Zielwerte für Lackfreigabe und Prozesskontrolle definiert werden. Dank neuartigem Scroll-Rad sei die Technik einfach zu bedienen, das große Display biete Raum für alle statistischen Daten. Die gespeicherten Messreihen lassen sich via Dockingstation zum PC übertragen und mit entsprechender Software analysieren und grafisch dokumentieren.

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