3D Drucker-Bausatz

Schneller am Markt mit 3D-Druck

Besonders kostengünstig soll ein neuer 3D-Drucker sein, der auf Basis der Open Source Technologie Reprap arbeitet.

Ingenieurbüros und Konstruktionsabteilungen können damit die ersten Prototypen inhouse erstellen.Vergleichsweise hohe Startinvestitionen sind erforderlich, um einen 3D-Drucker betriebsfertig im Unternehmen zu installieren. Für die meisten Anwender ist es erheblich wirtschaftlicher, mit einem Dienstleister zu arbeiten. Das wollen die Anbieter der Open Source Technologie Reprap ändern und bieten einen 3D Drucker-Bausatz für einen dreistelligen Euro-Betrag an. Damit soll das Gerät auch für Konstruktionsabteilungen und Ingenieurbüros erschwinglich werden und sie unabhängig von Externen machen. Produzieren lassen sich beispielsweise Prototypen, um Zeit in der Produktentwicklung einzusparen und die time-to-market zu verkürzen. Je nach Komplexität der Modelle seien die Prototypen meist in wenigen Stunden gedruckt. Somit sind mehrere Versionen der Prototypen möglich, um das Produkt interaktiv zu verbessern.

Der Protos 3D-Drucker basiert laut Anbieter vollständig auf der Open Source Technologie und lasse sich schnell und einfach aufbauen. Der Drucker könne eine große Bandbreite an Materialen verarbeiten wie ABS, PLA, HDPE, LDPE, PP und PE-Kunststoffe. Dank breiter Auswahl von 0,3 bis 0,5 Millimeter Düsen können bis 0,1 Millimeter dünne Kunststoffschichten im Schmelzschicht-Verfahren gedruckt werden. Das ermögliche Prototypen, die der Genauigkeit der hochauflösenden SLS-Verfahren (Selektives Lasersinter-Verfahren) sehr nahe komme. Mit dem modularen „Hot-end“ lassen sich die Extruder-Düsen einfach wechseln. Der Drucker verarbeitet 3 Millimeter und die in der Industrie üblichen 1,75 Millimeter Kunststoffdrähte. Der Druckraum ist mit etwa 220 x 220 x 130 Millimeter angegeben. Die Geschwindigkeit ist abhängig vom Extruder und erreiche bis 180 mm/s. Alle Achsen sind mit geschlossenen Linearlagern ausgestattet, die einen spielfreien Betrieb gewährleisten und wartungsarm sein sollen. Die Laser-gesinterten Formteile sind aus Polyamid (PA) und dadurch hochbelastbar und präzise.

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Zum Druck von Prototypen genügt eine STL-Datei, die alle gängigen CAD-Programme erzeugen können. Die Inbetriebnahme-Software unterstützt Microsoft Windows, Mac OS und Linux. Es seien nur wenige Schritte erforderlich, um ein 3D-Modell im STL-Format auszudrucken.

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