Rapid Prototyping

Nach der Rapidtech ist vor der Rapidtech

Nachdem die Rapidtech in diesem Jahr ein kräftiges Wachstum verbuchte, sind die rührigen Erfurter Messemacher dabei, die nächste Ausgabe der Messe vorzubereiten.

Mit einem Besucherplus von 8 Prozent endete am 9. Mai in Erfurt die Kongressmesse zum Thema generative Fertigung. 1300 Tagungs- und Ausstellungsgäste aus Belgien, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Indien, Kanada, Niederlande, Österreich, Polen, Schweiz, Rumänien, Schweden, Slowakei und USA informierten sich laut Veranstalter bei den insgesamt 67 Aussteller (+20 Prozent) aus vier Ländern über Produkte, Maschinen und Dienstleistungen.

„Die Rapidtech hat sich damit erneut als zentraler Treffpunkt für die Zukunftstechnologie Additive Manufacturing erwiesen“, schätzt Messegeschäftsführer Wieland Kniffka ein. Er kündigte für die Folgejahre den Ausbau im internationalen Bereich an. „Aus einem Nischenmarkt ist ein Milliardenmarkt gewachsen. Über die technische Komponente in der Entwicklung generativer Produkte hinaus, rücken zunehmend wirtschaftliche Fragestellungen in den Fokus. Darauf werden wir mit der Rapidtech reagieren.“

Stellvertretend für die Aussteller kommentiert Hendrik Bartelt von EOS den Messeverlauf: „Hut ab! Es hat sich unbedingt gelohnt, herzukommen. Nächstes Jahr sind wir wieder dabei.“

Dazu passen die günstigen Prognosen einer Studie der Beratungsfirma Wohlers Associates: Mittlerweile habe sich ein weltweiter Markt mit einem Volumen von etwa 1,2 Milliarden Dollar entwickelt hat. Prognostiziert wird für das Jahr 2016 ein Umsatzwachstum auf 3,1 und für 2020 auf 5,2 Milliarden Dollar.

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Nachdem Branchen wie die Medizintechnik mit ihrem Badarf an kundenindividuellen „Bauteilen“ wie Inear-Hörgeräten und die Zahntechnik die generativen Verfahren für sich entdeckt haben und sie bereits intensiv nutzen, ziehen andere Anwender nach. Die Produktion von Ersatzteilen für alte Maschinen und Anlagen, die nur noch selten angefragt werden, ist so eine mögliche Anwendung: Schnelle Lieferung ohne Lagerhaltung und damit zu günstigen Konditionen wird möglich. Gleiches gilt für einzelne Maschinen- und Anlagenteile sowie für Bauteile mit extrem komplexen Geometrien, die, sofern ein Datensatz vorliegt, schnell und an jedem Ort der Welt reproduzier sind.

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