Wirtschaftlich ab Lösgröße 1

Arburg steigt ins Additive Manufacturing ein

Mit weitreichenden Patenten abgesichert ist laut Technischem Geschäftsführer Herbert Kraibühler die Technologie des am Vortag der K vorgestellten "Freeformer". Diese Anlage soll im Schichtverfahren, dem additven Verfahren, dreidimensionale Bauteile produzieren. Das Alleinstellungsmerkmal: Die Anlage könne beliebige Kunststoffgranulate verarbeiten, Bauteile also mit Serienmaterial erstellen. Sie erreichen 70 bis 80 Prozent der Festigkeiten vergleichbarer Spritzgießbauteile.

Mit der Möglichkeit, handelsübliche Kunststoffgranulate statt spezieller Pulver oder Stränge einzusetzen, zudem ohne Stützstrukturen und damit abfallfrei zu arbeiten, senke die Kosten und mache die Fertigung flexibler. Noch mehr Flexibilität schaffe eine optionalen zweite Austragseinheit, mit sich 2K-Teile herstellen lassen, auch Hart-Weich-Verbindungen. Der Bauraum umfasst 130 mal 130 Millimeter bei 250 Millimeter Höhe. Dabei sei die Maschine ist nicht nur überaus kompakt, sondern auch sofort produktionsbereit: Einfach Stecker anschließen und los gehe die Teileherstellung.

Die für den Aufbau der Teile notwendigen Parameter generiere die eigenentwickelte Steuerung des Freeformers. Sie bekomme die 3D-CAD-Daten der herzustellenden Bauteile als STL-Files, bereite sie automatisch auf und die Produktion könne starten. Spezielle Programmier- oder Verarbeitungskenntnisse oder umfangreiche Schulungen seine nicht erforderlich.

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Die Bauteile entstehen auf dem Freeformer durch die flüssigen Kunststofftröpfchen völlig staub- und emissionsfrei. Deshalb eignet sich die Maschine für praktisch jede Einsatzumgebung. Egal ob in der Produktion, im Büro, in der Konstruktion oder in einem medizintechnisch sauberen Umfeld. Absaug- und Filtereinrichtungen sind nicht notwendig.

Ausgeliefert werde sollen die Maschinen im Laufe des Jahres 2014.

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