Werkzeuge für den Reinraum

Werkzeuge für den reinraum

Geliefert werden Werkzeuge zur Herstellung von Phiolen aus COC, die unter Reinraumbedingungen arbeiten müssen.

Als attraktives Einsatzgebiet für Kunststoff gilt nach wie vor die Medizintechnik. Hier stecken nach Überzeugung von Branchenkennern noch jede Menge Möglichkeiten für die Substitution klassischer Materialien. Beispielsweise für Glas, aus dem bis vor kurzem auch solche gerade mal 2 ml Größe Phiolen bzw. Vials ausschließlich hergestellt wurden. Jetzt ist es der Firma Köbelin Formenbau gelungen, in enger Zusammenarbeit mit Rexam Pharma, einem führenden Hersteller von Pharmaverpackungen und medizinischen Kunststoffteilen, Reinraum-Werkzeuge für solche Pharma-Behälter aus COC (Cycloolefin-Copolymer) und die dazugehörigen Verschlussstopfen aus TPE zu entwickeln und zu bauen. Die Teile werden in einem Reinraum der ISO-Klasse 5 (100/A nach US-Standard) gefertigt und unmittelbar nach dem Spritzgießprozess ohne Zwischenstation zusammengefügt. Danach ist das Vial dicht verschlossen, was eine Kontamination des Füllraums bei der Weiterverarbeitung ausschließen soll. Hierdurch entfällt das bei solchen Produkten sonst notwendige Reinigen vollständig.

Dass solche anspruchsvollen Applikationen inzwischen möglich sind, dass dabei unter Reinraumbedingungen gearbeitet werden kann, ist auch Verdienst der rührigen Werkzeugkonstrukteure. Für Joachim Köbelin, Chef des im süddeutschen Eichstetten ansässigen Formenbaubetriebs, liegt das besondere Know-how seines Hauses in der Vermeidung von Partikelemissionen des Werkzeugs während des Spritzgießprozesses bis zur Entformung. Das heißt, dass alle Bereiche im Spritzgießwerkzeug – von der Angusstechnik über die Oberflächenbeschaffenheit und Entlüftung der Kavitäten, bis hin zur Entformung und Zentrierung für das Entnahmegerät – bei der Konstruktion einer Spritzgießform für Reinraumanwendungen eine wesentliche Rolle spielen.

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