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Schäume, PURGrüne Alternative zu EPS und EPP in der Verpackung

Behälter aus Biofoam

Verpackungen und Isolierungen sind die Haupteinsatzgebiete von EPS in Form von Granulat, Platten oder Formteilen sowie Behältern. Zu diesem Werkstoff gibt es als Alternative einen bio-basierten Werkstoff.

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Zur Fachpack präsentiert werden sollen Behälter aus Biofoam, einem expandierbaren Werkstoff auf basis nachwachsender Rohstoffe. Struktur, Aussehen und Isolations- sowie mechanische Eigenschaften entsprechen laut Hersteller denen konventioneller EPS-Produkte. Der Schaumstoff überzeuge durch geringes Gewicht, Unempfindlichkeit gegenüber Feuchtigkeit, Beständigkeit gegen Schimmel und UV-Strahlung. Er sei gesundheitlich völlig unbedenklich.

Basis des Werkstoffs ist PLA aus links- und rechtsdrehenden Milchsäuren. Gewonnen werden kann dieser Stoff aus Zuckerrohr oder Cassavastärke. Optisch unterscheiden sich herkömmliches EPS und Biofoam kaum. Das Produkt kann als Granulat beispielsweise zur Fassadendämmung eingesetzt werden in Platten geschnitten oder Formteilen expandiert werden. Das Material sei ohne Qualitätsverlust wieder verwendbar und ist unter industriellen Bedingungen kompostierbar. Bei Raumtemperatur baue es nicht ab.

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Biofoam wurde als erste biologisch abbaubare Schaumstoffverpackung mit dem ¿Cradle to Cradle¿-Zertifikat ausgezeichnet. Zur Produktion werde weniger Energie benötigt als bei anderen Verpackungsmaterialien. Insgesamt soll so die CO2-Bilanz erheblich besser sein. Außerdem arbeite man daran, das Material künftig CO2-neutral herzustellen.

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