LiDAR und Design

Automobile Oberflächendekoration

Auf selbstfahrende Autos abgestimmte Materialien, für Elektrofahrzeuge konzipierte Frontdesigns, verschmelzendes Oberflächen- und Lichtdesign, selbstheilende Materialien - neue Ansprüche an Ästhetik und Funktion bestimmen die Entwicklung im Automobildesign.

Im IMD-PUR-Verfahren dekorierte Frontblende mit Einzelbilddesign und innenliegender Struktur. © Kurz

Autonome Fahrzeuge erfordern Materialien, die für LiDAR- und Radarstrahlen durchlässig sind. Darüber hinaus sind im Exteriorbereich hohe Beständigkeiten gefordert. Um diese Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig den Designspielraum zu erweitern, nutzt Kurz das Verfahren IMD PUR. In einer Schließeinheit werden Spritzgießteile produziert, mit In-Mold-Designs beschichtet und mit PUR (Polyurethan) überflutet. Die Technik liefert, so das Unternehmen, in einem Produktionsschritt das Beste aus zwei Welten: Die Designqualität und -vielfalt der IMD-Technik sowie die Tiefen- und Glasoptik von PUR-Beschichtungen. Mit dem Verfahren sind Oberflächen generierbar, die Radar- und LiDAR-Funktionen unterstützen und dabei ein unverwechselbares, markenbildendes Design bieten.

Die Designs können Oberflächenstrukturen enthalten, die nach der PUR-Überflutung sichtbar bleiben. Auf diese Weise entstehen anspruchsvolle Strukturdesigns bei glatter, aerodynamischer und gefährdungssicherer Oberfläche. Diese Designs ermöglichen geschlossene, aber optisch aufgelockerte oder durchleuchtete Frontblenden, die für Elektroautos geeignet seien. Weiterhin entspreche die PUR-beschichtete Oberfläche den Beständigkeitsanforderungen des Exteriorbereichs und biete hohen Oberflächenschutz. Das Dekor bleibe bei Steinschlag oder Kratzern unversehrt, darüber hinaus ist der PUR-Topcoat bei Verkratzungen selbstheilend.

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Am Kurz-Stand soll der Prozess auf Spritzgießmaschine von Engel mit Werkzeugtechnologie von Schöfer live demonstriert werden. Produziert wird eine Frontblende mit Einzelbilddesign, das einen Gradienten von Schwarz zu Blau und eine aus der Tiefe der PUR-Beschichtung optisch hervortretende, innenliegende Struktur aufweist.

Das Verfahren ist hinsichtlich der Dekortransferverfahren flexibel einsetzbar. Die Dekoration während des Spritzgießens und anschließende PUR-Überflutung ist in der Rolle-zu-Rolle-IMD-Technik möglich, es können aber auch im PMD (Print Mold Design)-Verfahren Einzelsheets verarbeitet werden.

Im Rolle-zu-Rolle-Prozess produzierte Designs präsentiert Kurz kombiniert mit speziellen Lichteffekten. Ausgefeiltes Lichtdesign hält nicht nur im Autoinnenraum Einzug, sondern prägt in Zukunft auch das äußere Erscheinungsbild. Durchleuchtete IMD-Designs für Frontblenden verleihen Autos eine markante Identität. Zur Messe wird eine Konzeptblende mit formfolgenden Strukturen vorgestellt, die mit Lichtdurchbrüchen betont werden. Ein metallisch anmutender, reflektierender Farbton wechselt sich ab mit einem satten Grün, das bei verändertem Lichteinfall in ein tiefes Blau umschwingt.

Die Verarbeitung von PMD-Einzelsheets soll an Oberflächendesigns gezeigt werden, die Burg Design entwickelt wurden. Die im Siebdruck dekorierten, vorgeformten Sheets werden einzeln ins Werkzeug eingelegt, im Spritzgießverfahren mit dem Bauteil verbunden und danach mit PUR überflutet. Dank der Siebdrucktechnik und beidseitiger Bedruckung der Sheets ist per PMD ein spezieller 3D-Effekt generierbar. Kombiniert man diese Dekore mit dem IMD-PUR-Tiefeneffekt, entstehen Designs mit spezieller Raumwirkung. Auf der K 2019 werden durchleuchtete Einzelbilddesigns mit sich überlagernden Strukturen präsentiert, die eine ausgeprägte dreidimensionale Optik erzeugen.

K 2019, Halle 5, Stand A19

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