Mehrweg-Verpackung

Leichter Ladungsträger für schwere Batterie

Bosch Battery Systems hat für die Hybridvariante eines Pkw die 150 Kilogramm schwere Fahrzeugbatterie auf Lithium-Ionen-Basis entwickelt. Der Ladungsträger besteht aus EPP – expandiertem Polypropylen.

Geschäumtes Polypropylen ist sehr leicht, dämpft Schwingungen und Stöße, ist antistatisch und zudem leicht zu reinigen. (Quelle: Storopack)

Gefallen sei die Wahl auf das Konzept, weil die EPP-Lösung ein Leistungsplus und niedrige Stückkosten biete. Die günstigen Kosten verdanke der Ladungsträger seiner prozessoptimierten Herstellung: Die Montage und Konfektionierung beschränke sich auf wenige Handgriffe. Eine vergleichbare Lösung aus Holz hätte mehr Arbeitsgänge erfordert.

EPP bietet einige interessante funktionale Eigenschaften in der Verwendung als Ladungsträger: Dank geringer Dichte von 60 Gramm pro Liter wiegen Box und Deckel laut Hersteller zusammen nur rund 15 Kilogramm. Die glatte, weiche Oberfläche verhindere Kratzer und Beschädigungen. Die Zellstrukturen des EPP dämpfen Stöße und Vibrationen beim Transport bei ausreichender Festigkeit. Zudem ist der Kunststoff weitgehend ölbeständig und resistent gegen Säure. Die eingesetzte EPP-Variante ist antistatisch. Die gesamte Box kann per Hochdruckreiniger oder in einer Waschstraße gereinigt werden.

Die Batterie liegt nicht flächig auf dem Boden des Ladungsträgers auf, sie wird von zwei Konsolen getragen. Diese freie Lagerung mildert Vibrationen und die üblichen Erschütterungen des Versands. Die Wände der Box enthalten Kammern. Diese Hohlräume sollen im Falle eines Aufpralls die Beschleunigungsenergie des rund 150 Kilogramm schweren Packguts aufnehmen.

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Die Außenmaße der geschlossenen Box betragen 1219 x 801 x 403 Millimeter. Aufgrund von Vorgaben der Logistik steht der Ladungsträger auf einer Stahlpalette und erhält einen Abschlussdeckel aus härterem Kunststoff. Der Deckel und Palette werden mit dem EPP verschraubt. Für die Stabilität sind diese Ergänzungen nicht notwendig. Bei statischer Belastung im Lager können die Ladungsträger vierfach gestapelt werden, während des Transports zweifach.

Eingriffsmulden ermöglichen den Einsatz von Handlinggeräten bei Bosch oder beim Autobauer. Zur Ausstattung gehören außerdem Fächer für Schläuche, mit denen die Batterie später an den Kühlkreislauf des Fahrzeugs angeschlossen wird.

Werkzeug mit Zusatznutzen
Das Mehrwegsystem begleitet die aktuelle Baureihe der Batterie über den gesamten Lebenszyklus. Bosch kann darüber hinaus mit dem Grundwerkzeug des Ladungsträgers auch Verpackungen für andere Batterien erstellen. Dazu tauscht Storopack lediglich den formgebenden Teil des Werkzeugs, was die Werkzeugkosten drückt.

Für die Fertigung bedeutet die Größe der Box eine Herausforderung. Der Schäumprozess muss exakt gesteuert werden, um trotz der Breite und Tiefe des Werkzeugs die Toleranzen nach DIN 2768c zu erreichen. Hier hat Storopack nach eigenen Angaben einige Erfahrungen zur Verfahrenstechnik aus anderen Projekten eingebracht. Als System-Anbieter hat das Unternehmen außerdem Storopack die Stahlpaletten, Kunststoffdeckel und Dübel beschafft und die Ladungsträger montiert. Mit Etiketten und VDA-Kartentaschen ausgestattet, kamen die Boxen einsatzbereit beim Autozulieferer an.

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