PET-Recyclat stärkt isolierende Rohrträger

Leicht und isolierend mit Wabenstruktur

Zur Vermeidung von Wärmebrücken eingesetzte Rohrträger enthalten in einer neuen Variante einer Kern aus PET, das als Wabenstruktur aufgebaut ist. Das Material besteht aus recycelten PET-Flaschen, die industriell geschäumt werden. Geringes Gewicht, hohe mechanische Festigkeit bei ausreichender Flexibilität und Robustheit gegenüber den Umgebungsbedingungen sollen eine lange Produktlebensdauer ermöglichen.

Der neue Armafix Rohrträger: umweltfreundlicher und noch leistungsstärker (Quelle: Armacell)

Der neue PET-Kern wird laut Hersteller vollständig aus dem Recyclat von PET-Flaschen hergestellt, der Produktionsausschuss fließe ebenfalls vollständig in die Herstellung neuer PET-Blöcke. Die PET-Elemente können an ihrem Lebensende zu 100 Prozent erneut recycelt werden. Damit setze Armacell das „Cradle to Cradle-Prinzip“ um. Dieses Konzept zielt darauf ab, Abfall zu vermeiden, indem Materialien in einem geschlossenen Kreislauf zur kontinuierlichen Wiederverwendung recycelt werden. Während beim klassischen Recycling die Qualität des Produkts in der Regel gemindert wird – beispielsweise in der Papierbranche – werde das Recyclat in dieser Anwendung für ein hochtechnologisches Produkt eingesetzt. Zudem wird auf eine vergleichsweise günstigere Ökobilanz von PET hingewiesen: Das Material benötige bei der Produktion 60 Prozent weniger Energie als die PUR-Herstellung und setze über 80 Prozent weniger CO2 frei. Mit PET aus Recyclat könne diese Bilanz noch verbessert werden: Das Produkt benötige gegenüber herkömmlichen PET-Schäumen 40 Prozent weniger Energie und verursache 30 Prozent weniger CO2.

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Gute technische und mechanische Eigenschaften
Die guten Dämmeigenschaften von Schäumen auf Basis von Polyethylenterephthalat (PET) sind noch wenig bekannt: PET bietet eine geschlossenzellige Struktur und eine niedrige Wärmeleitfähigkeit von λ23°C ≤ 0,034 W/mK. Mit 100 kg/m³ sind PET-Segmente leichtgewichtiger als die bislang verwendeten PUR-Kerne, die durchschnittlich 140 bis 145 kg/m³ auf die Waage bringen. Gleichzeitig ist PET jedoch druckfester als PUR und alterungsbeständig. Ein weiterer Vorteil des neuen PET Materials sei dessen Restflexibilität, was die Gefahr des Brechens bei großen Rohrdurchmessern minimiere.

Rohraufhängungen sind generell eine potentielle Schwachstelle bei Dämmarbeiten. Wird die Rohrleitung nicht thermisch von der Rohraufhängung entkoppelt, entstehen Wärmebrücken und es kann zur Bildung von Tauwasser kommen. Das führt zu erhöhten Energieverlusten, zudem steigen das Korrosionsrisiko und die Gefahr teurer Folgeschäden. Der Rohrträger entkoppelt Rohrleitung und Befestigung thermisch und soll zusammen mit der anschließenden Dämmung ein langfristig sicheres Dämmsystem bei Kälteanlagen bilden.

Der Rohrträger liefere erhöhten Anwendernutzen, weil er einfacher, sauberer und schneller als handelsübliche Schellen und Rohrträger installiert werden könne. Den einteiligen Rohrträger legt der Installateur um die Leitung und schließt ihn mit dem selbstklebenden Verschluss. Der Isolierer verklebt den Rohrträger anschließend nur noch an den Stirnseiten mit dem Schlauchmaterial.

Verfügbar sind die neuen Rohrträger als halogenfreie und als raucharme Varianten. Als Systemkomponente erreiche der Rohrträger die Brandklasse BL-s1,d0 – die beste Brandklasse für elastomere Dämmstoffe.

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