Technologiezentrum in Leverkusen

Annina Schopen,

PUR-Harze für Rotorblätter: Covestro sorgt für frischen Wind

Covestro entwickelt in seinem neuen Windtechnologiezentrum in Leverkusen PUR-Harze für die Nutzung in Rotorblättern von Windkraftanlagen.

Bestehende und neue Harz-Formulierungen werden in Leverkusen entwickelt und getestet. © Covestro

"Die Entwicklung dieser Harze hat für uns einen hohen Stellenwert. Denn sie trägt zum Ausbau alternativer Energien bei und stärkt unsere strategische Ausrichtung, den CO2-Fußabdruck nachhaltig zu reduzieren und weitere Schritte in Sachen Klimaneutralität zu gehen", erklärt Klaus Franken, Head of Application Development Wind and Pultrusion bei Covestro. "Um konkurrenzfähig zu sein, steht die Windindustrie vor der ständigen Herausforderung, die Stromgestehungskosten zu senken. Hier können wir helfen, indem wir unseren Kunden ermöglichen, Rotorblätter schneller und damit kostengünstiger zu produzieren. Gleichzeitig spielen auch die höhere Energieausbeute durch optimierte Blatteigenschaften und längere Lebensdauer eine Rolle."

Ein Ziel des Windtechnologiezentrums ist es, robuste Materialien zu entwickeln, welche die für Rotorblätter wichtigen Eigenschaften wie Festigkeit, Steifigkeit und Temperaturbeständigkeit in sich vereinen. Dabei werden sowohl bestehende Produkte laufend optimiert als auch völlig neue Formulierungen entwickelt und getestet. Ein weiteres Ziel: Die anwendungstechnische Entwicklung in enger Kooperation mit den Kunden. Klaus Franken erklärt: „Wir können hier die Fertigungsprozesse unserer Kunden simulieren und aufzeigen, wie unsere PUR-Harze ihnen dabei helfen, ihre Rotorblattdesigns und den Fertigungsprozess optimal zu realisieren."

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Entwicklung und Anwendung

Chemische Entwicklung und Anwendungstechnik gehen im Leverkusener Windtechnologiezentrum Hand in Hand. © Covestro

Covestro lege großen Wert darauf, seine Produkte auf die Bedürfnisse der Kunden abzustimmen, so der Konzern. Deshalb bestehen bereits einige Kooperationen mit europäischen und asiatischen Herstellern von Windturbinen. Im Mittelpunkt stehen hierbei Bau und Tests von Prototypen.

Angesiedelt ist das Hightech-Zentrum in Leverkusen, Anfang dieses Jahres wurde es fertiggestellt und in Betrieb genommen. Es besteht aus zwei miteinander verbundenen Einheiten: einem Laborbereich für die chemische Entwicklung sowie einem Technikum. In letzterem sitzt die Verarbeitungstechnik und Anwendungsentwicklung.

Das Team des Windtechnologiezentrums © Covestro

Das Zentrum bietet laut Covestro einige Vorteile: "Chemische Entwicklung und Anwendungstechnik können hier Hand in Hand zusammenarbeiten. Darüber hinaus macht die räumliche Nähe es einfacher, Informationen direkt und schnell auszutauschen. Wir nutzen identische Ressourcen sowie dieselbe Infrastruktur und erhalten rasch ein vollständiges Bild des Prozesses. Das hilft dabei, unsere Ziele lösungsorientiert und ohne Wissensverlust zu verfolgen und macht es möglich, unseren Kunden neue, innovative Lösungen anzubieten", erklärt Technikumsleiter Frank Grimberg. "Die Verfahrens- und Anlagensicherheit, der Explosionsschutz, die Maschinensicherheit und natürlich der Arbeitsschutz stehen hierbei immer im Fokus", betont Tobias Wollersheim, der als Projektleiter für die Planung und Umsetzung der Investition verantwortlich war.

Ein weiterer positiver Aspekt: Die Windtechnologie bietet eine Vielzahl von neuen, interessanten Arbeitsfeldern, die Neugier wecken und Vielfalt bieten. Covestro hat für den Betrieb der Maschinen einen frischgebackenen Chemikanten aus der eigenen Ausbildung übernommen, der nun intensiv in die Verfahren und die Maschinentechnik eingearbeitet werde.

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